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Modellpremiere Subaru Impreza

Im Garten der Königin

Text & Fotos:
Jörg Schwieder
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ca. 12 Minuten

Großes Kino: Wir wählten einen der schönsten Urlaubsorte Europas, um eine erste Ausfahrt im nagelneuen Subaru Impreza zu machen. Willkommen im Tal von Sóller auf Mallorca! Und willkommen im Reich des Exil-Rheinländers Franz Kraus, der sich vor 30 Jahren aufmachte, hier die „Königin“ zu retten. Aber davon später mehr ...

Port de Sóller. Das ist das Ziel dieses Tages. Es ist Mitte Januar, aber wir haben unsere Jacken gleich nach der Ankunft am Flughafen von Palma de Mallorca im Koffer verstaut. Es hat milde 15 Grad, immer mal wieder blitzt die Sonne durch die Wolken. Uns erwartet ein nagelneuer Impreza der fünften Modellgeneration in Silber, ein Fahrzeug, das man unschwer als Nachfolger seiner Vorahnen erkennt (Informationen zu Verbrauch & Effizienz). Doch beim genaueren Hinsehen wird klar: An ihm ist alles anders. Die sorgfältig modellierte Karosserie mit ihren auffällig kurzen Überhängen gibt dem kompakten Subaru einen Hauch von Gran Turismo. Ausgestellte Radhäuser lassen ihn satt auf der Straße kauern. Das weckt unsere Neugier, ob sich die optische Dynamik auch während der Fahrt bemerkbar macht. Wir tippen unser Ziel in das ebenfalls völlig neue Navigationssystem mit riesigem Bildschirm, das sich genauso spielerisch bedienen lässt wie jedes moderne Smartphone. Los geht’s!

Auf der Suche nach der heimlichen Königin

Port de Sóller liegt inmitten der Serra de Tramuntana im Nordwesten der Insel. Radsportlern ist die Gebirgsgegend sicher ein Begriff, der Großteil der Balearen-Touristen verirrt sich jedoch eher selten hierher, auf die wilde Seite Mallorcas. Es ist das Reich von Franz Kraus – und der Garten der „Canoneta“, der mallorquinischen Orange, die es nur hier gibt und die durch alle Zeiten als heimliche „Königin der Orangen“ galt. Der deutsche Unternehmer stammt aus dem Rheinland und lebt seit rund 30 Jahren hier. Damals war es noch erheblich mühsamer als heute, vom Flughafen in das kleine Städtchen hinter dem größten Gebirgskamm der Insel zu gelangen. Den Tunnel, der Reisenden die vielen Serpentinen über die Pass-Straße erspart, gibt es erst seit 1999. Der Gebirgszug darüber erstreckt sich über 90 Kilometer und zählt nicht weniger als 54 Gipfel über 1.000 Meter Höhe. Der höchste davon ist der Puig Major, der mit 1.445 Metern der Insel die Krone aufsetzt.

Sonne, Strände, Party? Mallorca kann auch ganz anders: gelassen, genussvoll, ökologisch. „Wer das andere, das einsame Mallorca sucht, der wird hier bei uns im Tramuntana-Gebirge fündig“, bestätigt uns Franz Kraus. Und so schraubt sich unsere Reiseroute durch eine ungezähmte Landschaft,die seit 2011 sogar zum UNESCO-Welterbe zählt. Wir steuern in Richtung eines besonderen Ziels: Unser Weg führt in das Orangental von Sóller. Lange war die abgelegene Gegend so etwas wie eine Insel auf der Insel. Erst seit 1912 zuckelt der berühmte „Rote Blitz“ mit seinen Holzwaggons aus der rund 30 Kilometer entfernten Hauptstadt Palma nach Sóller. Gemütliche 40 Minuten nimmt sich die elektrische Schmalspurbahn dafür Zeit. Damals wie heute ist die Bahn ein wichtiger Wirtschaftsfaktor, auch wenn heute Touristen statt Orangen transportiert werden.

Vor der Bahnstrecke war das Tal Jahrhunderte lang nur mit Eselkarren über den Gebirgspass Coll de Sóller oder per Schiff zu erreichen. Bis Straßen gebaut wurden und schließlich der Tunnel kam. Wer die Berge überwindet, versteht, warum dieses Tal wie ein Garten Eden ist: Mildes, frostfreies Mikroklima in geschützter Tallage, fruchtbare Böden und reichlich Wasser aus den Höhenlagen machen die Region ideal für den Anbau von Zitrusfrüchten. Doch die Orange aus Sóller, die Jahrhunderte lang das Einkommen der Menschen garantierte, erlebte in der Mitte des vergangenen Jahrhunderts einen Niedergang. Zu stark war die Konkurrenz aus aller Welt.

Orangen
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Stolz sind die Bewohner des Tals auf ihre „Canoneta“. Die einheimische Sorte ist so etwas wie das Aschenputtel der Zitrusfrüchte – doch ihr unvergleichlicher Geschmack hat ihr den Ruf eingebracht, die wahre Königin unter den Orangen zu sein.

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Weniger Wasser, Mehr Geschmack

Schließlich besann sich Franz Kraus zusammen mit den Kleinbauern des Orangentals von Sóller auf die Besonderheiten ihrer Früchte. Kraus gründet ein den 90er Jahren zunächst eine Eismanufaktur zur lokalen Verarbeitung der Früchte und später das Spezialitätengeschäft mit Direktversand „Fet a Sóller“ (übersetzt „Hergestellt in Sóller“). Dies ermöglicht den Nebenerwerbs-Orangenbauern eine Existenz. „Unsere kleinen, bewässerten Plantagen sind ein Vorteil für den Geschmack“, erklärt Kraus. In dem alten arabischen Bewässerungssystem, das bis heute in Betrieb ist, stellt der Quellmeister Wasser nur an bestimmten Tagen bereit. Das regt die Bäume dazu an, kräftige Wurzeln zu entwickeln, und die Früchte werden intensiv süß, ohne wässrig zu sein. Heute gedeihen hier mehr als 20 Orangensorten, darunter auch jene alte und beliebte Saftorange „Canoneta“.

Denken in Dekaden

Seit einiger Zeit erneuert Kraus zusammen mit den Bauern den Bestand, um auch der nächsten Generation ein Erbe zu hinterlassen. So wurden in den vergangenen zwei Jahren rund 4.000 neue Bäume gepflanzt. Ein Orangenbaum erreicht nach etwa zehn Jahren seinen vollen Ertrag. Gut gepflegte Bäume können aber bis zu 60 Jahre alt werden. „Als Orangenbauer muss man in Dekaden denken“, sagt er. Kraus und seine Kleinbauern haben die Orange ins Tal von Sóller zurückgebracht – aber Mallorca hat auch das Leben von Kraus verändert. „Man lernt hier, dass Zeit relativ ist – und dass selbst in der größten Hektik immer Zeit ist für einen Café Cortado. Das sind Momente, die sich jeder gönnen sollte.“ Momente des Glücks. Sinn für die Bedeutung von Details.

Die philosophischen Betrachtungen von Franz Kraus hallen noch nach, als wir uns auf den Rückweg machen. Sie sind dem japanischen Denken näher, als man auf den ersten Blick glauben würde. Denn auch unser Impreza hat mit vielen kleinen, eher leisen Tugenden unser Herz erobert. Mit großer Stille im Innenraum, selbst bei höherem Tempo. Weder hört man ein Dröhnen vom Antrieb, noch spürt man das übliche Kribbeln im Lenkrad. Behutsam wurde jeder Schalter, jede Ledernaht, jede Anzeige optimiert. Die neue Plattform mit neu ausbalancierter Fahrwerksgeometrie ist nicht sichtbar, aber stets präsent: in jeder angesteuerten Kurve, jeder Lenkbewegung oder den unmerklichen Schaltvorgängendes Lineartronic-Getriebes. Und so gelangen wir beim wehmütigen „Adios“ von Sóller zu der Erkenntnis, dass sich japanisches Streben nach Perfektion und spanisches Lebensgefühl doch auf bemerkenswerte Weise ergänzen.Ende des Artikels

INTERVIEW: DAS GROSSE GANZE

Masahiko Inoue arbeitet bereits seit fast 30 Jahren bei Subaru. Als Projekt General Manager für die fünfte Modellgeneration ist er so etwas wie der Vater des Subaru Impreza. Eine seiner wichtigsten Aufgaben ist es, stets das große Ganze im Blick zu behalten.



Warum war die Entwicklung des neuen Subaru Impreza eine besondere Aufgabe für Sie?

M. Inoue: Viele Subaru-Fahrer haben die Marke am Steuer eines Impreza kennengelernt. Wer dieses Modell neu auflegen will, muss eine feine Balance finden zwischen Vertrautem und Neuem. Weil der Impreza – ebenso wie der Subaru XV – zudem auf einer völlig neuen Plattform steht, war diese Herausforderung umso größer. Mehr zur neuen Plattform lesen Sie hier.



Eine neu entwickelte Plattform integrieren, ein kompaktes Auto entwerfen, das sich fährt wie eine große Limousine – das hört sich nach der Quadratur des Kreises an?

M. Inoue: Sie können getrost noch unseren strengen Zeitplan ergänzen und einen spitzen Bleistift bei der Kalkulation, um einen attraktiven Einstiegspreis zu ermöglichen. Eine meiner wichtigsten Aufgaben war es daher, unsere ehrgeizigen Ingenieure auf Kurs zu halten. Bis zur letzten Minute wurde mit viel Herzblut um die perfekte Lösung für jedes Detail gerungen. Subaru ist eben eine sehr technikverliebte Marke. Manchmal ist das ein bisschen so wie bei einer Großfamilie, die man fürsorglich, aber konsequent dirigieren muss.



Ist es vielleicht das, was Subaru eben auch als sehr japanische Marke auszeichnet?

M. Inoue: Streben nach der idealen technischen Lösung ist ein starker Charakterzug von Subaru. Aber es gibt auch viele andere Aspekte, bei denen eine japanische Denkweise sichtbar wird. Für Japaner ähnelt zum Beispiel die gut erkennbare, gegenläufige Linienführung in der Seitenansicht der Ästhetik japanischer Kalligraphie. Wenn Sie so wollen, ist das eine sehr japanische Gestaltung. Ein weiteres Beispiel ist die Art, wie sich Fenster und Türen elegant und leise schließen – alles andere würde als störend empfunden. Form und Funktion vieler Details folgen daher klassischen japanischen Vorstellungen von Ästhetik und Perfektion.

Der Sonnenkönig 
liebte die 
Schrumpelige 
königin aus Sóller

Franz Kraus ist Rheinländer von Geburt, Schwabe im Herzen und seit fast drei Jahrzehnten Mallorquiner aus Leidenschaft. Auf der Suche nach sich selbst ist er 1990 bei einer Auszeit hierher gekommen, hat sich vor Ort in seine zukünftige Frau verliebt und ist geblieben. Das Tal rund um das Städtchen Sóller hat es ihm angetan – und er hat mitgeholfen, der Gegend zurückzugeben, was hier fast in Vergessenheit geraten war: die Orange.

Die Araber hatten die Früchte mitgebracht, und das wohl schon im 8.  Jahrhundert. Die Herren der Insel wechselten sich im Laufe der Jahrhunderte munter ab: Araber und Franzosen waren unter anderem hier, sogar die Wikinger machten Beutezüge, viel später wurde Mallorca zum Königreich und schließlich ein Teil Spaniens. Aber immer blieb: die Orange.

Ihre Blütezeit erlebte die Sonnenfrucht im 17. bis 19. Jahrhundert auf Mallorca. Besonders stolz sind die Bewohner des Tals auf ihre „Canoneta“. Die einheimische Sorte mit Dellen und Furchen ist zwar so etwas wie das Aschenputtel der Zitrusfrüchte – doch ihr unvergleichlicher Geschmack hat ihr den Ruf eingebracht, die wahre Königin unter den Orangen zu sein. Das fand übrigens auch einer, der es wissen musste: nämlich ein echter Monarch. Und nicht irgendeiner, sondern Ludwig XIV. Der Legende nach wollte der Sonnenkönig nur die hässliche, aber eben auch himmlische Orange aus Sóller auf seinem Teller sehen.

Die Konkurrenz vom Festland leitete den Niedergang der Plantagen ein. Zu unrentabel waren die kleinen Felder. „Aber natürlich lag das auch an einem Trick“, erzählt Kraus. Mit der industriellen Produktion der Orange mussten in den 1960er Jahren Wege gefunden werden, um diese lange haltbar zu machen. „Orangen werden heute buchstäblich mumifiziert“, schimpft Kraus. Erreicht wird das mit allerlei Chemie wie Fungiziden und einer Wachsschicht.

Es geht auch anders: Das beweisen Kraus und die Orangenbauern von Sóller. Sein Unternehmen Fet a Sóller betreibt Direktvermarktung und einen Internetversand. Viele der Köstlichkeiten werden in örtlichen Manufakturen und einer Werkstatt für behinderte Menschen nach traditionellen Rezepten hergestellt. Und natürlich stehen auch Orangen in Zehn-Kilo-Kisten zum Versand bereit – frei von Chemie, versteht sich. Kraus: „Eine Kulturlandschaft kann nur überleben, wenn sie tatsächlich am Leben ist. Die Feriengäste und das Internet haben geholfen, die Gegend wie vor 1.000 Jahren zu einem Orangental zu machen.“

Das Städtchen Sóller liegt im Nordwesten. Wie auf einer Postkarte: der Ortsteil Port de Sóller.

Mehr erfahren Sie hier ...
Bioplantage mit Lehrpfad:
www.ecovinyassa.com

Tourismusinformation:
www.visitsoller.com

Direktversand von Spezialitäten:
www.fetasoller.com

Gewinnen Sie einen Gruß Aus Dem Orangental

DRIVE verlost fünfmal einen Geschenkkorb mit Spezialitäten rund um die Orange aus Sóller.

Bitte senden Sie eine E-Mail mit dem Stichwort „Subaru in Sóller“ und Ihren Kontaktdaten (Vor- und Nachname sowie Adresse) an:
drive-gewinnspiel@subaru.de

Oder per Postkarte an:
SUBARU Deutschland GmbH,
Mielestraße 6,
61169 Friedberg

Verlost wird je einer von fünf Geschenkkörben mit Spezialitäten von www.fetasoller.com. Die Gewinner werden aus allen Einsendern unter Zeugen ausgelost und per Post schriftlich benachrichtigt.

Teilnahmeberechtigt sind Personen, die zum Zeitpunkt ihrer Teilnahme das 18. Lebensjahr vollendet und ihren ständigen Wohnsitz in Deutschland haben. Gesetzliche Vertreter und Mitarbeiter von Subaru Deutschland sowie deren Angehörige und mit ihnen in häuslicher Gemeinschaft lebende Personen sind ausgeschlossen. Der Rechtsweg und die Barauszahlung sind ausgeschlossen. Einsendeschluss ist der 29.06.2018 (Poststempel bzw. Datum der E-Mail). Ziehung der Gewinner: Juli 2018. Die Teilnahme von Gewinnspielservices ist ausgeschlossen.

Bei einer Teilnahme an diesem Gewinnspiel verarbeitet die Subaru Deutschland GmbH die von Ihnen übermittelten Daten nur zum Zwecke der Gewinnspieldurchführung. Nach Beendigung des Gewinnspiels werden die Daten gelöscht. Eine Weitergabe an Dritte erfolgt nicht. Ohne die Angabe von Kontaktdaten ist eine Teilnahme am Gewinnspiel nicht möglich. Rechtsgrundlage für die Datenverarbeitung ist Art. 6 Abs. 1 S. 1 lit. b) DS-GVO.

Weitere Informationen zum Datenschutz erhalten Sie unter:
www.subaru-drive.de/2018-01/datenschutz

Erfahren Sie mehr auf den Modellseiten des Subaru Impreza oder wählen Sie ihr Wunschmodell im Konfigurator.

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