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GELÄNDETAXI

Pistengaudi auf Japanisch

Text: Susanne Steffen
FOTOs: Subaru Japan
Ecke
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ca. 8 Minuten

Gemessen an der Leidenschaft fürs Skifahren könnten die Alpen ebenso mitten in Japan sein: Denn auf zwei Brettern über die Piste zu fegen, ist auch in Japan ein Volkssport. Doch statt nach der flotten Talfahrt den gemütlich gondelnden Lift zu nehmen, ist das rasante „Subaru Geländetaxi“ eindeutig die bessere Wahl für Pistengaudi auf Japanisch. Das findet auch DRIVE-Autorin Susanne Steffen beim schwungvollen Selbstversuch.

Das Land Des Schnees Liegt an einem Vulkan

Eigentlich sollte das Abenteuer erst auf der Piste beginnen, doch schon die Anfahrt gerät zum Erlebnis. Je näher unser mit Skitouristen voll beladener Linienbus dem erloschenen Vulkan kommt, an dessen Flanken sich das beliebte Skigebiet Naeba befindet, desto höher türmen sich die Schneemassen am Straßenrand. Stellenweise so hoch wie ein mehrstöckiges Haus. Dass die Straßen überhaupt noch befahrbar sind, ist allein den allgegenwärtigen Wassersprenklern zu verdanken, die kontinuierlich den Schnee abtauen.

Schnee. In rauen Mengen.

Nicht umsonst heißt die Region um das beliebte japanische Skigebiet in der Präfektur Niigata im Volksmund „snow country“ (Schneeland). Hier, etwa 200 Kilometer nördlich von Tokio, fällt so viel Schnee wie sonst fast nirgendwo auf der Welt. Regelmäßiges Schneeschippen sogar auf den Dächern ist ein absolutes Muss – sonst würden die Häuser bald unter der weißen Pracht zusammenbrechen. Manchmal ist es eben einfach zu viel des Guten – so wie beim heftigen Schneetreiben heute: Im Nachbarort musste eine Skipiste bereits wegen des Schneesturms vorübergehend schließen.

Schlechtes Wetter? Nicht für einen Subaru!

Die Pisten des bekannten Skiorts Naeba haben an diesem Wochenende eine ganz besondere Attraktion zu bieten: Wer an diesen beiden Tag hierherkommt, hat bergauf mehr Spaß als bergab. Wie das geht? Dafür sorgen Takuma Kamada, sein Team aus Profi-Fahrern und ihre Flotte aus zwölf Subaru-Modellen (Informationen zu Verbrauch & Effizienz). Schneetreiben ist für die Könner am Steuer noch lange kein Grund, die spektakuläre Aktion von Subaru Japan abzusagen: Im Minutentakt jagen sie mit begeisterten Skifahrern an Bord die Piste hinauf. Wer steigt da schon in eine langweilige Gondel? Man ahnt es: so gut wie niemand! Die Aktion begeistert so viele Wintersportler, dass selbst in der Kälte die Wartezeit von einer halben Stunde geduldig in Kauf genommen wird, bis endlich das eigene Pistentaxi an der Reihe ist. Und das, obwohl der Lift nebenan fast leer seine Runden dreht.

Mit 90 km/h den Berg hinauf

Schließlich steht auch mein Taxi zum Einsteigen bereit. Am Steuer sitzt Takuma Kamada, der hauptberuflich seit 20 Jahren als professioneller Rallye-Fahrer arbeitet. „Anfangs haben viele Passagiere Angst, dass das Auto ins Schleudern geraten könnte“, meint er. „Doch nach den ersten Metern im Schritttempo wollen die meisten mehr Action“, lacht der 43-Jährige und gibt Gas. Plötzlich rasen wir mit 90 Stundenkilometern die vereiste Piste hoch. Schnee spritzt. Die Skifahrer, die nebenan im Rhythmus der aus Dutzenden Lautsprechern schallenden J-Pop Hits den Hang herunterwedeln, sind kaum noch zu erkennen. Doch unser Subaru lässt sich durch nichts aus der Spur bringen. Zwar zeigt der Bordmonitor ständig an, dass irgendwo ein Rad die Bodenhaftung verliert, doch zu spüren ist davon nichts. „Der symmetrische Allradantrieb von Subaru gleicht jeden Gripverlust sofort aus“, erklärt Kamada.

Gelandetaxi
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Wenn ich unter solch extremen Bedingungen Gas gebe, muss ich genau wissen, wie das Auto reagiert.

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Das geht nur mit Subaru

Oben angekommen macht er eine Vollbremsung. Ein paar Meter driften wir über den Schnee – und kommen nach einer Hollywood-reifen Drehung sicher zum Stehen. „Wenn ich unter solch extremen Bedingungen Gas gebe, muss ich genau wissen, wie das Auto reagiert“, sagt Kamada, der zur Top-Liga des japanischen Rallye-Sports gehört. Bei Subaru könne er sich voll auf die Maschine verlassen, so Kamada weiter. Die große Erfahrung, die Subaru im Allradantrieb hat, zahle sich in solchen Situationen aus.

Aussteigen? Kommt nicht in Frage!

Als vor fünf Jahren das erste „Subaru Geländetaxi“ über Japans Skipisten fuhr, war die Aktion eigentlich als Liftersatz gedacht. Ski und Snowboards wurden für den Weg nach oben auf den Dachgepäckträger geschnallt, und nach unten ging es dann wieder auf Brettern. „Doch immer mehr Leute wollten unbedingt mit dem Auto die Piste auch wieder runter“, lacht Kamada. Heute steigt kaum noch einer oben aus. Die meisten lassen – wie ich – ihre Ski sogar lieber gleich unten am Lift.

unvergess­liches Erlebnis

„Ich bin heute extra nach Naeba gekommen, weil ich einmal im Leben die Piste in einem Auto herunterdriften wollte“, berichtet ein strahlender Webdesigner aus Yokohama, als er mit seinem siebenjährigen Sohn aus dem Geländetaxi steigt. Macht denn das Schnee-Driften auch eingefleischten Wintersportlern mehr Spaß als Skifahren? „Klar bin ich zum Skifahren hier“, sagt er. „Aber das Pisten-Driften ist schon ein einmaliges Erlebnis“, ergänzt er, während sein Sohn eifrig nickt.

Wintersport auf Rädern

Seit fünf Jahren bringt Subaru das Geländetaxi schon auf die Piste. Rund 10.000 Ski-Fans tauschten in dieser Zeit ihre Bretter gegen vier Räder. Mittlerweile hat sich das Geländetaxi einen Namen gemacht in Japans Skifahrergemeinde. Doch ein Auto auf der Piste war selbst für die innovationsfreudigen Japaner zunächst gewöhnungsbedürftig: „Anfangs wollte uns kein Pistenbetreiber haben. Die haben nicht geglaubt, dass so ein Geländetaxi funktioniert und sicher ist“, erinnert sich Subaru-Marketingexperte Takayuki Yoshida. Heute schätzten viele Skiorte das Event als echten Besuchermagnet. Bislang gibt es die Pistenfahrten nur in Japan. „Aber wenn Interesse besteht, exportieren wir unser Geländetaxi gern in alle Welt“, lacht er. Denn wenn es um die perfekte Pistengaudi geht, können selbst die Alpenländer noch etwas vom Fernen Osten lernen.Ende des Artikels

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