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Auf der Route Napoléon

Rendezvous mit Meer und Alpen

Text & Fotos:
Jörg Schwieder
Ecke
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ca. 12 Minuten

Auf der „Route Napoléon“ reist es sich heute recht bequem. Besucher durchqueren auf ihr zwei Regionen, vier Departements und über 40 Gemeinden – und schlagen dabei die Brücke von der südfranzösischen Mittelmeerküste bis in die Alpen rund um Grenoble. Bisweilen mögen sich Beifahrer mal über nicht enden wollende Serpentinen beschweren. Die unzähligen Biker kommen natürlich genau deswegen hierher ins Königreich der Kurven – und am Steuer des XV ist der Genuss kaum kleiner. Die Freude am Reisen ist mit dabei auf diesen historisch bedeutsamen Kilometern.

Bonaparte an jeder Ecke

Bonaparte an jeder Ecke Das war vor rund 200 Jahren wohl völlig anders: Als Napoléon am 1. März 1815 seinen Fuß wieder auf französisches Festland setzte und damit sein erstes Exil auf Elba beendete, sollte nur 20 Tage später im ganzen Land nichts mehr so sein wie zuvor. In atemberaubendem Tempo stürmten die Mannen des talentierten Feldherrn gen Paris und setzten der Monarchie Ludwigs XVIII. ein Ende. Jeden Stein hier in der Region Provence-Alpes-Côte d’Azur umweht seitdem die Geschichte, unter jeden Baum könnte Bonaparte sein müdes Haupt gebettet haben. Jedes große und kleine Ereignis dieser für Frankreich und ganz Europa so aufwühlenden Zeiten wurde von den Geschichtsschreibern minutiös festgehalten und für historienbegeisterte Touristen in Bild und Text gegossen. Ein Orthopädiefachgeschäft am Wegesrand nutzt die markante Silhouette des berühmten Franzosen (mit bandagiertem Arm) leicht ironisch als Hingucker. Für unseren Tagesausflug im neuen Subaru XV stand der südliche Teil der Route Napoléon auf dem Programm. Mit mediterranem Charme beginnt die Reise im Seebad Golfe-Juan und in der benachbarten Festival-Stadt Cannes. Weiter geht es Richtung Norden, Landschaft und Stimmung ändern sich. Das mondäne Flair der Côte d’Azur an der Küste weicht dem ursprünglicheren und traditionelleren Hügelland der Seealpen.

Unterwegs auf historischen Pfaden: 300 Kilometer in nur sieben Tagen, und das auch noch zu Fuß: Die Soldaten von Napoléon Bonaparte waren bekannt dafür, selbst lange Strecken mit schwerstem Gepäck in kürzester Zeit zurückzulegen. Was für ein Jammer, dass es der ehrgeizige Eroberer so eilig hatte! Wo vor über 200 Jahren Geschichte geschrieben wurde, zeigen sich heute die Côte d‘Azur und die Provence von ihrer postkartenschönen Seite. Eine Genussreise im neuen Subaru XV folgt den Spuren des berühmten Feldherrn in Südfrankreich entlang der Route Napoléon. Bei einer kleinen Kletterpartie konnte dabei sogar das Allradmanagementsystem X-Mode an Bord des Subaru XV beweisen, wozu es nötigenfalls in der Lage ist ...

Ab ins X-Mode-Land

Es ergibt sich die Gelegenheit, einmal etwas „abseits der Piste“ jene Straßenverhältnisse nachzuempfinden, wie sie vermutlich auch Napoléons Truppen vorgefunden haben: eine karg bewachsene, von unbefestigten Pfaden durchzogene, felsige Landschaft. „X-Mode-Land“ scherzen wir gut gelaunt. Unser XV ist mit seinen beachtlichen 22 Zentimetern Bodenfreiheit zwar noch kein reinrassiger Geländegänger. Dank des mit dem Modellwechsel neu eingeführten serienmäßigen (per Knopfdruck zuschaltbaren) X-Mode ist er aber alles andere als ein Feigling. Kernige 19 Grad Steigung meldet uns das Multifunktionsdisplay, der Vierrad krallt sich in den Kies. Sorgsam traktierend, reifenknirschend, aber ohne jeden Schlupf zieht er uns bergan. Paris erzittere! Wir kommen!

Etappenstopp in Sisteron

Auf der einen Seite der Brücke ein dramatischer Kalkfelsen, auf der anderen eine alte Feste. Seit 4.000 Jahren leben hier Menschen. Napoléon hatte gehörigen Respekt vor dem Städtchen, das als königstreu galt. Denn nicht überall flogen dem Eroberer auf seinem Marsch die Herzen der Bevölkerung entgegen.

Subaru XV
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Kernige 19 Grad Steigung meldet uns das Multifunktionsdisplay, der Vierrad krallt sich in den Kies. Sorgsam traktierend, reifenknirschend, aber ohne jeden Schlupf zieht er uns bergan. Paris erzittere! Wir kommen!

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Der Flug des Adlers

Die Route des Kaisers mit dem imperialen Adler als Wappentier führt uns durch eine wunderschöne Landschaft und verschlafene Dörfer, weit abseits der großen Touristenströme. Mit einem Mal wird es merklich kühler, die Straße hat sich wieder auf 700 Meter über dem Meeresspiegel emporgeschraubt. Wir gelangen an den Endpunkt unseres Trips, die urige Stadt Sisteron. Sisteron schlummert ein wenig im Dornröschenschlaf. Hier im Hinterland kostet unser Café au Lait zwar kaum ein Drittel dessen, was wir an der Côte d’Azur bezahlt haben. Hierher verirren sich aber auch selten Besucher, daran lässt der etwas herbe Charme unseres Cafés auch keinen Zweifel. Der Fluss Durance teilt die Gemeinde mit rund 7.000 Einwohnern in zwei Hälften, verbunden nur durch eine Brücke. Ihre Wahrzeichen sind ein zerfurchter Kalkfelsen im Ostteil und eine Zitadelle im Westen. Dass hier seit 4.000 Jahren Menschen leben, glaubt man sofort. Ein Sonnenstrahl bricht für kurze Zeit durch die Wolken und leuchtet die Szenerie majestätisch aus.

Erfahren Sie mehr zum neuen Subaru XV im ausführlichen Video-Fahrbericht von Autotester Klaus Niedzwiedz.

Sicherheit 2018

Napoléon musste sich 1815 noch auf seine Sinne verlassen, wir hatten das Assistenzsystem EyeSight mit an Bord des Subaru XV, das zuverlässig auf uns aufgepasst hat.

Paris, wir kommen!

In Sisteron: Ja, hier dürfen tatsächlich Autos fahren.

Versöhnt mit dem Schicksal

Es müssen solche Augenblicke gewesen sein, die Napoléon Bonaparte der Überlieferung zufolge mit seinem Schicksal versöhnt haben sollen, das die Schlacht von Waterloo nur einhundert Tage nach der Wiedererlangung der Regentschaft so düster besiegelte. In der Reisebeschreibung „La Route Napoléon Insolite“ schildert der Autor Jacques Lazou folgende kleine Szene: „Von seinem irischen Arzt Barry Edward O’Meara auf St. Helena befragt, gestand ihm Napoléon, der glücklichste Augenblick seines Lebens sei der Marsch von Cannes nach Paris gewesen, ein unvergesslicher Augenblick, in dem sich Frankreich ihm wie verzaubert kampflos dargeboten habe.“Ende des Artikels

Historische Heldentat

Frankreich schreibt das Jahr 1815: Das Land ist gespalten zwischen den königstreuen Anhängern Ludwigs XVIII. und der reformhungrigen Mehrheit des französischen Volks. Napoléon erkannte in seinem Exil auf der Insel Elba die Gunst der Stunde und beschloss, seinen Thron wieder zu erobern. Am 1. März 1815 traf er mit über eintausend Mann in Golfe-Juan ein und machte sich auf in Richtung Grenoble.

Erst in Laffrey erwarteten ihn die Truppen König Ludwigs XVIII. Direkt vor dem Dorf hatten die Royalisten den Befehl, den Kaiser zu stellen. Da ritt Napoléon seinen Feinden allein und unbewaffnet entgegen und rief: „Soldaten, wenn einer von euch seinen Kaiser töten will, so soll er schießen, hier bin ich.“ Viele von ihnen hatten bereits unter Napoléon gedient und liefen mit dem Ruf „Es lebe der Kaiser“ zu ihm über.

An diesem Tag und an diesem Ort entschied sich das Schicksal Frankreichs. Ohne einen einzigen Schuss abzufeuern, marschierte Napoléon am 20. März 1815 triumphal in Paris ein und stürzte die Monarchie Ludwigs XVIII.

Die Napoléonstraße wurde 1932 eingerichtet, um an den Marsch Napoléons nach Paris zu erinnern. Die „Route Napoléon“ war sogar die erste touristische Route Frankreichs überhaupt.

Der Flug des Adlers ist ein Spitzname der Route. Der Legende nach geht dies auf den Ausspruch Napoléons zurück: „Der Nationaladler wird von Kirchturm zu Kirchturm fliegen, bis zu den Türmen von Notre-Dame.“

Was als Siegeszug unter den Jubelrufen des Volkes begann, nahm kein gutes Ende. Nach nur einhundert Tagen und der verlorenen Schlacht bei Waterloo musste Kaiser Napoléon abdanken und ging ins Exil auf die britische Atlantik-Insel St. Helena.

Fast jeder kleine Weiler erzählt sich Geschichten rund um Napoléon. Wie die des Dorfpfarrers Abbé Chiris, der dem Nationalhelden bei der Rast in seiner Kapelle nur bescheidene gekochte Eier servierte. Wenig besser erging es dem Kaiser im Dorf Le Poët: Bürgermeister Amat Laplaine bot ihm einen Apfel an – immerhin aber mit einem Glas Wein. In Digne-les-Bains rief der Feldherr seinen Generalstab beim „Rocher du Mal Assis“ (wörtlich: „Felsen, auf dem man schlecht sitzt“) zusammen, um den Generälen zu sagen: „Ruhen Sie sich aus, meine Herren, auch wenn man hier schlecht sitzt!

Erfahren Sie mehr auf den Modellseiten des Subaru XV oder wählen Sie ihr Wunschmodell im Konfigurator.

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