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Mit dem Subaru Forester zur Abenteuertour

Verrückt genug für kaltes Glück

Fotos: Helen Beckers /
Daniel Bruns
Text: Johann Kitzberger
Ecke
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ca. 6 Minuten

Helen Beckers und ihr Freund Daniel Bruns suchten in Lappland ihre Grenzen. Sie fanden Stille, Weite und das mystische Polarlicht. Ihr Fazit: Wir kommen wieder.

Man muss schon ein wenig verrückt sein, wenn man im Februar eine fast zweiwöchige Skitour in Lappland unternehmen will. Vor allen Dingen, wenn man eigentlich gar nicht Ski fahren kann und im Jahr zuvor nach einer Operation eine Zeit lang an den Rollstuhl gefesselt war. Leicht verrückt ist auch die Geschichte, wie es zur Auswahl des Reiseziels gekommen war: Helen und Daniel wollten den Winter eigentlich im warmen Süden verbringen, konnten sich aber auf kein gemeinsames Ziel einigen. Also lautete der Beschluss: „Wenn wir im Süden nichts finden, dann fahren wir eben in den Norden.“ Aus dem vagen Ziel kristallisierte sich dann eine elftägige Tour mit Langlaufskiern und Zelt durch den Nationalpark Sarek in Nordschweden heraus.

Im Subaru Forester zum Polarkreis

Für die Anreise von Belgien nach Jokkmokk im Auto nahm sich das Paar fünf Tage Zeit. Natürlich machten die beiden Abenteurer ihren Subaru Forester (Informationen zu Verbrauch & Effizienz) winterfest, bevor sie sich auf die 3.000 Kilometer lange Fahrt begaben, die sie von Belgien aus in die Tundra nördlich des Polarkreises führte. Für viele wäre alleine diese Reise schon genug Abenteuer gewesen – doch für die beiden sollte die eigentliche Tour nun erst beginnen. Kaum angekommen, ernteten sie wieder Kopfschütteln, wenn sie über ihr Vorhaben erzählten. „Zu viel Schnee und viel zu kalt“, kommentierten die wortkargen Samen den ehrgeizigen Plan, eine elf Tage lange Skiwanderung durch die einsame Tundra zu unternehmen.

160 kilometer durch die Wildnis

Am 15. Februar verlassen Helen und Daniel die Jugendherberge in Jokkmokk. Das sollte für die nächste Zeit die letzte zivilisierte Unterkunft gewesen sein. Die nächsten Nächte würden sie in ihrem kleinen Zelt verbringen. „Bin ich verrückt?“, fragt sich Helen, als sie den Subaru Forester auf dem Parkplatz am Kungsleden-Wanderweg am Ende der Ortschaft Kvikkjokk abstellen und ihre Ausrüstung zusammenpacken, „schließlich kann ich gar nicht Ski fahren und die Kälte mag ich auch nicht!“ Und dann noch das schwere Gepäck, von dem aber Daniel 40 Kilogramm auf einem Schlitten zieht und die restlichen zehn Kilogramm schultert, denn Helen kann nach ihrer Operation noch nicht mehr tragen. Die Operation hängt sogar in gewisser Weise mit der Abenteuerreise zusammen. „Nächstes Jahr können Sie Ski fahren“, hatte ihr der Chirurg gesagt und damit wohl im Unterbewusstsein die Neugier auf eine Skitour geweckt.

„Walking womad“

Helen Beckers nennt sich „walking womad“. Das Wortspiel besteht aus den englischen Wörtern „woman“ (Frau) und „nomad“ (Nomade). Das Tagebuch dieser Tour sowie anderer Weitwanderungen steht in Helens Blog www.walkingwomad.com. Auf der Internetseite www.weltenwandler-wildnis.de listen Helen Beckers und Daniel Bruns in ihrer Wildnisschule die Abenteuer- und Outdoorkurse auf, in denen sie ihr umfangreiches Wissen über Abenteuerreisen und Rucksacktouren teilen. Nachhaltiger Outdoorsport in Verbindung mit der Natur ist ihre Leidenschaft.

Banger Start mit viel Mut

Die bange Erwartung vor dem Abmarsch verstärkt sich, als die beiden am Parkplatz Jonas und Olaf treffen, die gerade von einer achttägigen Tour entlang des Trails Padjelantaleden zurückkommen und von harten Bedingungen berichten. Noch vor dem ersten Schritt fragt sich das Paar, ob sie das wirklich schaffen. Aber sie gehen die Tour tapfer an und kämpfen sich durch tiefen und weichen Schnee – vor dem die Samen gewarnt hatten – durch die ersten sieben von 160 Kilometern. Die erste Nacht im Zelt gibt einen Vorgeschmack: Draußen sinkt die Temperatur unerbittlich auf minus 28 Grad, drinnen herrscht Enge im Zelt, Seite an Seite und mit jeweils zwei übereinander getragenen Schlafsäcken.

Gehen, essen, schlafen

Ein Rhythmus aus Gehen, Essen und Schlafen gliedert die folgenden Tage. Man muss immer in Bewegung bleiben, ansonsten beginnt man zu frieren – keine Überraschung bei Tageshöchsttemperaturen zwischen 15 und 30 Grad minus. Für die Mittagspause graben sich die beiden ein Schneeloch, um sich gegen den eisigen Wind zu schützen, abends „speisen“ sie im Zelt. Die ersten Tage der Tour vergehen, aber die Zweifel bleiben. „Noch können wir umkehren“, lautet der Eintrag im Tagebuch. Aber die eindrucksvolle Landschaft, die absolute Stille überlagern die Zweifel. Das Highlight kommt dann im wahrsten Sinne des Wortes von oben: Das mystische Polarlicht zieht Helen und Daniel vollends in den Bann. Sie beschließen, weiterzugehen. Ein besonderer Genuss sind die gelegentlichen Übernachtungen in einer Selbstversorgerhütte. Im Vergleich zum Zelt sind die spartanisch eingerichteten Hütten eine Luxusunterkunft. Die Polarlichter interpretieren sie mittlerweile als Einladung, wiederzukommen. Der letzte Tag versetzt die beiden in das Glücksgefühl, es doch geschafft zu haben. Ein zusätzliches Hochgefühl steuert der Subaru Forester bei: Er springt nach elf klirrend kalten Tagen und Nächten auf dem Parkplatz problemlos an und bringt die Abenteurer wohlig warm zurück in die zivilisierte Welt.Ende des Artikels

winterfester
Subaru forester

Wer ein Abenteuer plant, darf nicht leichtsinnig sein. Angesichts der tiefen Temperaturen bekam der Subaru Forester ein dünnflüssiges Motoröl (0W30) verpasst. Natürlich war auch der Frostschutz des Scheibenwischwassers abgestimmt. Etwas unsicher waren sich die beiden, ob die Winterreifen genügend Grip mitbringen. Schließlich sind die Einheimischen mit Spikes-Reifen unterwegs. Für alle Fälle packten sie deshalb Schneeketten für ihren Allradler in den Kofferraum. Diese Vorsichtsmaßnahme ist auf jeden Fall empfehlenswert, auch wenn sie bei der Tour dann doch nicht zum Einsatz kamen. Die mit Spikes gespickten Reifen der Skandinavier rauen den Schnee- und Eisbelag auf der Fahrbahn so auf, dass gute Winterreifen den richtigen Halt finden – mit einem symmetrischen Allrad von Subaru sowieso.

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