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Vierbeiner an Bord

Bei den Stars auf Pfoten

Text: Jörg Schwieder
Fotos: Erwin Fleischmann
Ecke
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ca. 8 Minuten

Vier Pfoten an Bord sind mit der richtigen Ausstattung im Auto kein Problem. Während Frau Klein schon mal den Star gibt, sitzt ihr Frauchen und professionelle Filmtiertrainerin Eve Schwender im Interview mit der DRIVE. Ein Besuch zu Hause bei den Stars auf Pfoten.

Frau Klein ist sehr verschmust. Außerdem kann sie einem wunderschöne Augen machen. Ihre Setcard attestiert ihr eine „besondere Ausstrahlung“, zudem sei sie eine „Sportskanone“. Das mag sie für den „Polizeiruf 110“ qualifiziert haben, einen Seriendauerbrenner im deutschen TV. Dackel Bodo nutzt einstweilen die Gelegenheit, um im Hintergrund nach Mäusen zu graben. Er hat sogar mal in einem Werbespot für die Deutsche Bahn mitgewirkt – und in Dutzenden anderen Produktionen, sprechen Sie den eitlen Vierbeiner aber bloß nicht darauf an. Er ist außerdem leicht schwerhörig (angeblich). Eve Schwender entschuldigt sich für die feucht­warme Hundeschnauze von Frau Klein und setzt sich zu uns für ein Interview. Wir müssen da ein paar Fragen loswerden in Sachen Hunde, Erziehung, Autos. Wir haben uns gedacht, so eine Filmtiertrainerin wie Eve, die seit über 20 Jahren im Auftrag von Film und Fernsehen tierische Stars vor die Kamera schickt, kann uns gute Tipps geben. Wenn sie es nicht weiß, wer dann?

Eve, kann das jeder lernen, mit Tieren so umzugehen, dass sie einen verstehen?

Eve Schwender: Bis zu einem gewissen Grad ja. In Deutschland sind aber für Filmtiertrainer anspruchsvolle Tierschutzauflagen zu erfüllen. Vor allem aber braucht es viel Einfühlungsvermögen: „Schema F“ hilft oft nicht, wenn ich Mensch und Tier dazu bringen möchte, dass sie interagieren. Ich versuche, mich in den Menschen hineinzuversetzen, um herauszufinden, was funktionieren könnte.

Mit welchen Tieren arbeitest Du am Set?

Ich arbeite mit Hunden, Katzen, Pferden und vielen anderen Tierarten. Häufig bringen auch Spezialisten ungewöhnlichere Tierarten ans Set, mit denen ich dann zusammenarbeite. Wir hatten zudem einige Zeit einen Kolkraben, dieser hat sich aber wieder in die Freiheit verabschiedet. Für jede Tierart ist eine Sachkundeprüfung vor dem Veterinäramt abzulegen.

Wie kommuniziert man mit Tieren am Set, um sich nach Drehbuch zu verhalten?

Zum einen möglichst lautlos, sonst würde sich der Tonmann beschweren. Vieles läuft über Gestik und Mimik. Aber auch im normalen Leben ist die Körpersprache zwischen Mensch und Tier wichtig. Gerade Hunde achten darauf, wie wir uns bewegen. Am Set reichen feinste Hinweise zur Kommunikation. Das geht natürlich auch mal schief. Da genügt schon ein unbewusstes Kopfnicken von mir, und der Hund kommt an, weil er denkt: Alles im Kasten, Szene vorbei. Das Wichtigste für Filmleute ist der natürliche Umgang zwischen Tier und Schauspieler. Das ist die Kunst. Am Set soll zum Beispiel ein Schauspieler freudig begrüßt werden, der für den Hund fremd ist – und der vielleicht sogar Angst vor Hunden hat.

… und wie schaffst Du das?

Etwa, indem man den Hund trainiert, zu einer Markierung mit einem blauen Punkt zu rennen, egal wo diese ist. Später funktioniert das auch ohne Marke, der Hund sprintet auf Kommando los. Befehle auf Distanz sind deshalb schwierig, weil ich die Belohnung nicht direkt geben kann. Das wird ersetzt durch „Klicker-Training“. Ein Klicklaut heißt: Brav, richtig gemacht! Belohnung kommt später!

Lernen sich Darsteller und Hund vorab kennen – und wird vielleicht sogar geübt?

Wenn der Hund eine Hauptrolle hat, dann ja. Oft müssen aber zehn Minuten vor Drehbeginn genügen als Vorbereitung für eine Szene. Das ist manchmal schon herausfordernd.

Wie oft lassen sich Szenen wiederholen?

Das kommt etwas auf die Art, die Ausbildung und das Alter des Hundes an. Ein gut trainierter, erwachsener Hund ist bezüglich der Konzentrationsfähigkeit zu vergleichen mit einem vier- bis sechsjährigen Kind. Nicht selten ist daher auch die erste Einstellung die beste.

Wie lassen sich andere Tiere steuern?

Das meiste läuft über Futterbestätigung, manchmal auch anders. Wir hatten kürzlich eine Tarantel am Set, die sollte über einen Arm laufen, und ihr Trainer hat sie mit einem langen Glasrohr angepustet. Vor dem Lufthauch bewegt sich die Spinne dann weg.

Wie wird man Filmtiertrainerin?

Ich hatte Hunde, solange ich denken kann, und war immer schon aktiv im Tierschutz. Das auch zum Beruf zu machen, war Zufall. Eine Freundin ist Tierärztin und Verhaltenstherapeutin für Tiere, bei ihr habe ich viel hospitiert und in Seminaren mein Wissen vertieft. Später kam ich dann zur Arbeit mit Filmhunden. Unser erster größerer Auftrag war die Serie „Hausmeister Krause“ mit der berühmten Rolle des Dackels Bodo. Zehn Jahre lang habe ich dort mit mehreren Tieren mitgewirkt.

Was waren die aufregendsten Dreharbeiten?

Am aufwendigsten sind natürlich immer Kinoproduktionen, vor allem, wenn vielleicht sogar noch Hollywoodstars dabei sind. Was die Tiere betrifft, erinnere ich mich an einen großen Friesenhengst: Jedes andere Pferd hätte versucht zu fliehen, dieses Tier hat Kommandos befolgt, ist sogar gestiegen. Sehr beeindruckend. Ein anderes Mal sollte auf 2.500 Metern Höhe unbedingt eine Kuh vor die Kamera. Oder die Arbeit mit tschechoslowakischen Wolfshunden beim „Bergretter“, die teilweise noch das scheue Naturell eines Wolfs in sich haben.

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Wenn der vierbeinige Beifahrer doch einmal auf dem Rücksitz Platz nimmt, dann nur mit dem Subaru Allsafe Comfort Hundegurt. Dieser wird dem Hund mit einem Geschirr angelegt und dann mit einem Handgriff am Personensicherheitsgurt befestigt.
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Wenn schon, denn schon: Halsband und Hundeleine in Subaru-Blau. Wau, das muss einfach sein!
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Am liebsten in Kombination mit der Softshell-Hundedecke. Die Vier-Jahreszeiten-Decke ist im Sommer ein kühler Rückzugsort, bei Nässe robust abwischbar und bei Kälte kuschelig warm.
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Die Subaru Hunderampe passt dreifach zusammenschiebbar in jeden Kofferraum. Sie ist stufenlos ausziehbar von 83 bis 193 Zentimeter.
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Ein stabiles, fest eingebautes Trenngitter als Schutz für Tier und Passagiere gibt es passend für viele Subaru-Modelle.
Von der Universalkofferraumwanne (hier zu sehen: Flexprotect) bis hin zu Passformauskleidungen (auch für die Rückbank) sorgt das richtige Zubehör für Gemütlichkeit für den vierbeinigen Passagier und Schutz für Innenraum und Ladekante. Optimal auch in Ergänzung mit dem Stoßstangenschutz. Subaru Rollmat.
Die Subaru-Hunderampe kam bei den älteren Hundeherrschaften besonders gut an.

Noch mehr Hunde-Erlebnis?

Fragen Sie Ihren Subaru-Händler nach dem speziellen Zubehörangebot oder klicken Sie auf: www.subaru.de/erlebniswelt-hund

Du arbeitest manchmal auch mit Tieren – für Menschen.

Das ist die sogenannte tiergestützte Therapie. Die kann man einsetzen, etwa um ein Trauma zu bewältigen. Ich wurde einmal um Hilfe gebeten für einen Jungen, der vom Hund gebissen wurde und der sich nicht mehr traute, Fahrrad zu fahren. In ganz kleinen Schritten erreichten wir, dass er am Schluss sogar mit einer großen Hündin Fußball spielte. Ich besuche regelmäßig mit Hunden soziale Einrichtungen und treffe dort unter anderem auch autistische Menschen. Diese sind gegenüber dem Pflegepersonal völlig verschlossen. Mit mir haben sie über den Hund als Vermittler gesprochen – der Hund sollte es mir gewissermaßen weitererzählen. Das sind ergreifende Erlebnisse. Ein Tier hat eben keine Erwartungshaltung. Und plötzlich passieren ganz tolle Sachen.

Welche Tipps hast Du für Hundebesitzer mit Vierbeinern im Auto?

Hunde sollten das Auto von klein auf kennenlernen, so früh wie möglich, erst kurze, dann längere Strecken. Am besten klappt es mit einer Transportbox, die nur wenig Blicke auf die vorbeiflitzende Landschaft erlaubt. Zum einen sind sie dort gut untergebracht, zum anderen wird ihnen nicht so leicht schlecht. Man kann den Hund auch auf der Rücksitzbank transportieren, dann aber immer angeleint. Wichtig ist es, die Fahrt stets mit etwas Positivem zu verknüpfen, wie einer Runde Spazierengehen oder einem Hundetreffen.

Ganz herzlichen Dank für das Gespräch!

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ZU GEWINNEN: Dackel-Glück

Eve Schwender hat zusammen mit der Fotografin Petra Spoerle-Strohmenger dem Dackel eine Liebeserklärung gemacht. Der Bildband aus dem Knesebeck Verlag zeigt auf 175 Seiten Dackel in schönsten Bildern – beim Spielen, Ausruhen, Laufen oder bei der Jagd. In fundierten, humorvoll geschriebenen Texten findet der Leser alles über die Geschichte und Kultur sowie Wissenswertes über Haltung und Erziehung. Wir verlosen zehn Exemplare!

Bitte senden Sie eine E-Mail mit dem Stichwort „Hund an Bord“ und Ihren Kontaktdaten (Vor- und Nachname sowie Adresse) an:

drive-gewinnspiel@subaru.de
Oder per Postkarte an:
Subaru Deutschland GmbH,
Emil-Frey-Straße 6, 61169 Friedberg

Verlost wird je einer von zehn Bildbänden. Die Gewinner werden aus allen Einsendern unter Zeugen ausgelost und per Post schriftlich benachrichtigt. Teilnahmeberechtigt sind Personen, die zum Zeitpunkt ihrer Teilnahme das 18. Lebensjahr vollendet und ihren ständigen Wohnsitz in Deutschland haben. Gesetzliche Vertreter und Mitarbeiter von Subaru Deutschland sowie deren Angehörige und mit ihnen in häuslicher Gemeinschaft lebende Personen sind ausgeschlossen. Der Rechtsweg und die Barauszahlung sind ausgeschlossen. Einsendeschluss ist der 31.01.2020 (Poststempel bzw. Datum der E-Mail). Ziehung der Gewinner: Februar 2020. Die Teilnahme von Gewinnspielservices ist ausgeschlossen.

Bei einer Teilnahme an diesem Gewinnspiel verarbeitet die Subaru Deutschland GmbH die von Ihnen übermittelten Daten nur zum Zwecke der Gewinnspieldurchführung. Nach Beendigung des Gewinnspiels werden die Daten gelöscht. Eine Weitergabe an Dritte erfolgt nicht. Ohne die Angabe von Kontaktdaten ist eine Teilnahme am Gewinnspiel nicht möglich. Rechtsgrundlage für die Datenverarbeitung ist Art. 6 Abs. 1 S. 1 lit. b) DSGVO.

Weitere Informationen zum Datenschutz erhalten Sie unter: subaru-drive.de/2019-02/datenschutz

Fotos Buchcover und Dackel am Strand: Petra Spoerle-Strohmenger/Knesebeck Verlag

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