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Aluräder: Design und Ingenieurskunst

Das Glanzstück

Kaum etwas anderes indivi­dualisiert das Design Ihres Subaru so effektvoll wie ein stilvolles Aluminiumrad. Wenn Sie diese Reportage gelesen haben, werden Sie Ihre „Alufelgen“ aber vielleicht mit neuen Augen sehen – und ganz nebenbei dieses Wort vermutlich auch zum letzten Mal verwenden. Erfahren Sie, warum eine Felge ein Rad ist und warum die „Alus“ nicht nur modisches Accessoire sind, sondern ein Stück echter Ingenieurskunst.

Ein Inferno aus rot glühendem, teigigem Aluminium brodelt hinter einer Klappe so groß wie das Tor einer Doppelgarage. Es öffnet sich einen kleinen Spalt. Das Strahlen des Ofens erreicht uns in zehn Metern Entfernung und verschlägt uns den Atem. Dabei lässt Werksleiter Christof Martin ohnehin nur einen kurzen Blick auf die 740 Grad heiße Aluminiumschmelze zu. Kaum zu glauben, dass aus einem klobigen Barren Metall später das begehrens­werte Design-Accessoire wird, zu dem sich Aluräder heute gemausert haben. Und genau deshalb sind wir hier. Wir sind zu Gast bei ALUTEC, einer Marke des weltweiten Konzerns Superior Industries. Christof Martin leitet den deutschen Standort Werdohl. Später werden wir noch mit Entwicklungschef Dr. Detlef Kube sprechen. Die beiden Experten geben uns einen Eindruck davon, was es braucht, um hochwertige Marken-Aluräder unter anderem für Subaru Deutschland zu produzieren.

Auf den Punkt gebracht

Hier wird der Eiffelturm einge­schmolzen: Zweimal im Jahr!

Herr Martin, wie viel Material verarbeiten Sie im Jahr?
Der Anfang eines Rades sind stets Barren, die sich hier bei uns bis unter die Decke stapeln. Sie alle haben eine Weltreise hinter sich, wenn sie aus Brasilien, Bahrain, Russland oder Island ankommen, um dann hier in den Schlund unseres Schmelzofens gefüttert zu werden. 14 Kilo wiegt ein Alurad im Schnitt, und 1,7 Millionen Räder wurden in Werdohl 2018 produziert. Damit wurde hier der Eiffelturm nicht nur einmal, sondern gleich zweimal eingeschmolzen und in handliche runde Portionen zerlegt: Das französische Wahrzeichen (aus Stahl) wiegt etwa 10.000 Tonnen, während wir hier in einem einzigen Jahr über 23.000 Tonnen Aluminium verarbeiten.

Nur perfekt ist gut genug

Etwa 16 Stunden dauert der Weg vom Barren zum Designstück. Aber bis es so weit ist, wird das flüssige, noch etwa 700 Grad heiße Aluminium mit ca. einem Bar Druckluft in eine Gussform gepresst – die sogenannte Kokille. Im Minutentakt hebt sich die Form, und zurück bleibt der noch dampfend-heiße Rohling. Dieser sieht zwar schon ein wenig aus wie ein Alurad, doch jetzt fängt die Arbeit eigentlich erst an. Der Rohling wird gewalzt und gedreht, schließlich noch geschliffen und gebohrt. Zum Schluss erfolgt die Lackierung. Bei der kleinsten Abweichung wandert die Felge wieder in den Schmelzofen. Und wenn Christof Martin „klein“ sagt, meint er damit winzig: „Bei der Wiederholungsgenauigkeit liegen die Toleranzen auf der Drehbank bei sechs hundertstel Millimeter Abweichung“, erklärt er. Der gleiche Anspruch gilt bei der optischen Makellosigkeit. „Stellen Sie sich vor, ein fabrikneues Rad wird ausgepackt, einmal an ein Auto geschraubt und dann sofort wieder abgenommen: Die Spuren, die dabei entstehen, reichen aus, damit meine Kollegen in der Endkontrolle die Felge in die Schmelze schicken.“

Starker Partner für Subaru Deutschland

Superior Industries ist einer der weltweit führenden Hersteller von Aluminium­rädern. 22 Millionen Räder verlassen jedes Jahr die europäischen und amerikanischen Werks­standorte. Das Unternehmen stattet unter anderem die Fahrzeuge von vielen namhaften Auto­mobilher­stellern aus, produziert anspruchsvolle Spezialfelgen für den Motorsport und versorgt mit den eigenen Marken ATS, RIAL, ALUTEC und ANZIO den Zubehör­handel. Subaru Deutschland hat sich als Importeur bewusst für Superior Industries als Partner entschieden, um höchstmögliche Qualität für die Aluminiumräder zu gewährleisten, die für den deutschen Markt das Subaru-Logo tragen dürfen. Vor allem bei der Farbgestaltung, aber auch bei den Spezifikationen für die Passgenauigkeit sind diese damit optimal auf die jeweiligen Subaru-Modelle abgestimmt.

Qualität entscheidet

Dieser hohe Qualitätsanspruch ist der Grund, warum man in den idyllischen Märkischen Kreis reisen kann, um zu sehen, wo Aluräder mit dem Subaru-Logo entstehen. „Dass ein Industrieprodukt im großen Maßstab in Europa produziert wird, ist ja in Zeiten der Globalisierung keine Selbstverständlichkeit“, sagt der Werksleiter. Markenhersteller, Importeure wie Subaru Deutschland, aber auch viele Motorsportteams tun dies wegen des hohen Qualitätsniveaus. Das beginnt bei der Aluminiumlegierung, die nach einem Spezialrezept zusammengestellt wird. Ein weiteres Beispiel ist die aufwendige Prüfung per Röntgenstrahlen auf Einschlüsse oder Luftblasen, die ALUTEC nicht nur per Stichprobe, sondern bei jedem einzelnen Rad durchführt. Allein zwölf Stunden investiert man hier in die Aushärtung des Materials. Dabei wird das Rad in der sogenannten Glüherei erneut erhitzt – ein entscheidender Faktor für die spätere Widerstandsfähigkeit im Alltag. Lackiert wird jedes Aluminiumrad in einem aufwendigen Verfahren aus mehreren Lackschichten; nur so ist es optimal geschützt und erhält den tiefgründigen Glanz.

Rad, Reifen oder Felge?

Was landläufig als „Alufelge“ oder „Leichtmetallfelge“ bezeichnet wird, sorgt bei Entwicklungschef Dr. Detlef Kube für nachsichtiges Schmunzeln. Der Profi versteht nämlich unter dem Begriff „Felge“ nur einen ganz bestimmten Bereich eines Aluminiumrads, und zwar den dünnen Außenumfang, der noch sichtbar ist, wenn ein Gummireifen auf das Rad aufgezogen wurde. Wer also präzise sein will, spricht von einem Aluminiumrad in Kombination mit dem eigentlichen Reifen aus Gummi, der aufgezogen wird.

Den Rädern wird nichts erspart

Unser zweiter Ansprechpartner des Tages ist Dr. Detlef Kube. Wenn der Entwicklungschef uns später noch die „Folterkammer“ des Prüflabors zeigt, wird klar, dass den Aluminium­rädern auch bei der Entwicklung keine Tortur erspart bleibt. Aber sogar für ihn gibt es Grenzen: „Unsere Felgen in der Klimakammer zu Testzwecken erst auf minus 50 Grad zu kühlen, dann auf plus 40 Grad Celsius zu erhitzen, mit einem Gewitter aus Stahlkügelchen zu beschießen oder mit UV-Licht regelrecht zu grillen, ist das eine – aber wissen Sie, was gar nicht geht? Schmutzige Aluräder!“, sagt Dr. Kube und lacht.

Pflegen ist Pflicht

Was er damit meint, ist der Zusammenhang von Pflege einerseits und Haltbarkeit von Alurädern andererseits. „Waschen Sie Ihre Räder einmal in der Woche und spendieren Sie einmal im Quartal eine Wachspflege – denn nur so lässt sich Staub von den Bremsscheiben in Schach halten, der sich sonst absetzen kann und sich dann oft nicht mehr vollständig entfernen lässt.“ Daneben zählt Bordstein-Granit zu den natürlichen Widersachern eines makellosen Rades. „Kleinere Schrammen sind nur optisch ein Problem – aber alle Beschädigungen, die den Lack durchdringen, sollten Sie Ihren Händler prüfen lassen“, empfiehlt Dr. Kube.

Der Expertentipp

Der gewisse Unterschied: Was ein Qualitätsrad ausmacht

Herr Dr. Kube, was macht ein Qualitätsrad aus?
In einem hochwertigen Aluminiumrad steckt jede Menge Hightech – und vieles davon ist auf den ersten Blick gar nicht zu sehen. Dazu zählen Aspekte wie die Wetterbeständigkeit, die Widerstandsfähigkeit von Lacken und Farben gegen UV-Licht oder Korrosion. Insbesondere bei einer Allradmarke wie Subaru kommt noch eine gewisse Steinschlagbeständigkeit der Lackierung hinzu. Dann die Sicherheitsaspekte: Also welche Krafteinwirkung ein Aluminiumrad aushält, bevor es bricht. Unsichtbar ist auch, wie sorgfältig die Oberfläche für Farben und Lacke vorbehandelt wird – und in wie vielen Schichten diese aufgetragen werden. Eine Mehrschichtlackierung zählt zu den wichtigen Qualitätskriterien eines Markenrades. Hochwertige Aluräder kommen dann auch in einem Winter mit Streusalz gut zurecht. Das ist kein Grund, auf schöne Räder im Winter zu verzichten.

Mancher Experte verschlimm­bessert

Das gelte vor allem auch für Schäden, die man gar nicht sieht – Stichwort: Schlagloch! Ein besonders tiefes kann das sogenannte Hinterhorn eines Rades beschädigen. Verliert ein Reifen Luft nach einem heftigen Schlag, ist dieser Schaden offensichtlich. „Problematischer sind Schlaglöcher, bei denen auf den ersten Blick nichts passiert“, erklärt Dr. Kube. „Unsere Felgen werden daher mit umfangreichen Tests so konstruiert, dass sie dann möglichst bis zum nächsten Wechsel der Saisonbereifung durchhalten und der Fachmann in der Werkstatt den Schaden bemerkt.“ Bei dieser Gelegenheit rät er auch zur Vorsicht vor sogenannten Felgenexperten. „Dort wird bisweilen geschliffen, lackiert, erhitzt oder sogar geschweißt – das sind alles Vorgänge, die bei uns im Werk unter dauernder Kontrolle durchgeführt werden. Solche Arbeiten haben großen Einfluss auf die Härte des Werkstoffs. Wird ein Alurad im Nachhinein so bearbeitet, kann niemand sagen, welche strukturellen Effekte dabei auftreten können, nur um einen optischen Effekt zu erzielen.“

Schön – und wichtig!

Dr. Kube fasziniert als studierten Metallurgen an seinem Werkstoff die enorme Bandbreite der Aufgaben, die das Material zu erfüllen hat. Denn ein Rad ist nicht nur schick, sondern wichtig: „Manchmal wird das unterschätzt und nur vom Design her beurteilt“, sagt der Entwickler. „Wenn man sich ansieht, welche Rolle ein Rad bei der Kraft­übertragung und Fahrstabilität spielt, ist seine Bedeutung kaum zu überschätzen.“ Das Rad zählt zu der Handvoll an Bauteilen wie auch Bremsen, Lenkung und Reifen, die unter gar keinen Umständen ausfallen dürfen. Versagt ein anderes Bauteil, rollt das Fahrzeug aus – nicht so bei einem Rad. „Die Sicherheit eines Rades ist im höchsten Maße anspruchsvoll für uns Ingenieure. Wenn wir ein Rad entwerfen, geht es auch um Design, aber vor allem um: Sicherheit, Sicherheit und noch mal Sicherheit.“Ende des Artikels

Hoch­glanz trifft Service

Pünktlich zur kalten Jahreszeit denken viele Subaru-Besitzer über ihre Räder und Reifen nach. Was gilt es zu beachten? Wir haben die Spezialisten von Auto Muckelbauer in Bamberg um einige Tipps gebeten.

Jetzt gehen die Sommerräder in den Winterschlaf – doch vor der Einlagerung beim Händler sollten sie sorgfältig gereinigt werden! In der Werkstatt des Subaru-Autohauses Muckelbauer geschieht das mit einem speziellen Reinigungsgranulat, das die Räder innen wie außen säubert und etwa von Ablagerungen wie Bremsstaub befreit. Ein silikonhaltiges Pflegemittel reinigt und konserviert zusätzlich. Bevor sie ins Regal wandern, folgt noch eine sorgfältige Prüfung auf Beschädigungen.

Rad prüfen, Profil checken

Kleinere Schönheitsfehler sind meist kein Problem. Seltene größere Schäden können allerdings ein neues Rad erforderlich machen, das muss der Fachmann im Einzelfall entscheiden. Gut, wenn man dann auf die langfristig nachbestellbaren Originalräder von Subaru gesetzt hat. Denn dann genügt es, nur ein Rad auszutauschen – anstatt gleich den ganzen Satz. „Was wir auch immer machen, ist ein Check des Reifenprofils: Dazu zählen Profiltiefe oder die Gleichmäßigkeit der Abnutzung“, sagt Inhaber Ralf Muckelbauer. Jeder Wagen fährt hier zunächst über die Stoßdämpfer­prüfung: Auch defekte Stoßdämpfer können den Reifen das Leben schwermachen. Klappert beim Test etwas oder ist ein Gelenk lose? Dann lohnt sich ein Blick in Richtung Radaufhängung, Stabilisatoren oder Dämpfung.

Mit dem Blick des Profis

All das hat Muckelbauer mit Profi-Blick in nur wenigen Minuten herausgefunden. Ungleichmäßig abgefahrene Reifen deuten zum Beispiel auf einen unkorrekten Sturz oder eine verstellte Spur hin. Das kann passieren nach einem härteren Anprall oder wenn die Gelenke verschlissen sind. Würde hier ohne weitere Maßnahmen der Satz Winterreifen montiert, wäre später auch dieser Reifensatz betroffen. Ein teurer Spaß! „Daher ist eine technische Kontrolle für den Kunden beim Räderwechsel von großem Vorteil“, sagt Muckelbauer. Sein Tipp für Autobesitzer, die sich über Bremsstaubablagerungen ärgern: Eine Felge mit schwarzem Inlay kaufen, dort sind die Partikel weniger sichtbar. Wer spezielle Räder­pflegemittel verwendet, beugt Anhaftungen außerdem vor, und die Reinigung geht leichter von der Hand.

Aluräder glänzen nur, solange sie regelmäßig gepflegt werden. Beim Subaru-Partner wie hier bei Auto Muckelbauer in Bamberg gibt es zum Wechselservice auch eine Rundum-Pflege.

Achtung bei der Verwendung von Pflegemitteln für Aluräder: Die Mittel sollten in ihrer Zusammensetzung und Wirkung abgestimmt sein auf das Rad, aber auch zum Beispiel auf die Bremsanlage.

Gut zu wissen: Hochwertige Räder aus dem Subaru-Sortiment sind auch für den Wintereinsatz geeignet. Ihr schützender Decklack ist robust, hält dem Streusalz stand und verhindert zuverlässig Korrosion.

Tipp: Wer im Sommer wie im Winter auf Originalräder von Subaru setzt, kann denselben Schraubensatz verwenden. Die Montage der Räder erfolgt ohne Adapter direkt auf die Achse.

Wenn die Räder schon mal runter sind, nutzen gute Werkstätten den freien Blick auf die Bremsen und Stoßdämpfer. Deren Begutachtung und Reparatur sollten ausschließlich durch Fachleute erfolgen.

In der Werkstatt erfolgt der Reifenwechsel komfortabel und meist zum Komplettpreis. Wer dennoch lieber selber wechseln will, sollte unbedingt einen Drehmomentschlüssel verwenden und die Räder liegend lagern.

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