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Subaru im Gespann

Komm, wir gehen
auf tour

Text: Jörg Schwieder
Fotos: André Tillmann (und andere)
Ecke
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ca. 12 Minuten

Das „Home sweet home“ einfach an den Haken nehmen und dann dort hinfahren und wohnen, wo es schön ist, aufregend und grün: Mit dem Caravan zu reisen, kann das Glück auf Erden sein. Aber: Auch das Zugfahrzeug muss seine Aufgabe verstehen. Warum das eine Paraderolle für einen Subaru ist, verraten wir Ihnen hier.

Zwei Dinge lernt man mit einem Subaru im Hängerbetrieb sehr schnell schätzen: seine unerschütterliche Stabilität – und seinen hervorragenden Allradantrieb. Während eine grundsolide Konstruktion des Zugfahrzeugs auf der langen Reise für viel Fahrstabilität und Vertrauen sorgt, hilft der symmetrische Allrad zusätzlich bei den obligatorischen letzten Offroad-Metern jeder typischen Caravan-Tour: zum Beispiel beim Rangieren auf dem Campingplatz. Kenner wissen, was gemeint ist – denn ausgerechnet die schönsten Stellplätze haben immer die schlüpfrigsten Anfahrten, das ist sozusagen „Murphys Gesetz“ für Camper. Erleben Sie einmal die neidischen Blicke Ihrer Stellplatznachbarn, wenn Sie mit Ihrem Subaru samt mobilem Zuhause souverän über die rutschige Wiese rollen, wo andere zuvor erfolglos nach Traktion gesucht haben. Unbezahlbar!

Gewichtige Fragen

Doch welche Eigenschaften qualifizieren einen Pkw als Zugfahrzeug? Bei modernen Caravans ist die Frage schon berechtigt, denn in ihnen ist viel Komfort verbaut, der sich natürlich beim zu ziehenden Gewicht bemerkbar macht. Selbst Einstiegsmodelle kommen nicht selten auf über eine Tonne Eigengewicht. Luxusmodelle nähern sich bei der technisch zulässigen Gesamtmasse schnell der Zwei-Tonnen-Marke. Früher galt die eiserne Regel: Schweres zieht Schweres. Da es für normale Familien jedoch im Alltag und auch aus Verbrauchsgründen nicht sinnvoll erscheint, sich einen Pkw mit Nutz­fahrzeug­dimensionen in die enge Garage zu stellen, müssen andere Lösungen her.

Erleben Sie einmal die neidischen Blicke Ihrer Stellplatznachbarn, wenn Sie mit Ihrem Allrad-Subaru samt mobilem Zuhause am Haken souverän über die rutschige Wiese rollen …

Vier Modelle für Zugaufgaben

„Als erfahrener Allradspezialist hat Subaru hier einen entscheidenden Vorteil“, sagt Jörg Kracke, Leiter Technik bei Subaru Deutschland: „Der permanente symmetrische Allradantrieb wird bei Subaru serienmäßig eingesetzt. In Kombination mit unseren ebenfalls serienmäßigen Fahrerassistenzsystemen eignen sich somit die Subaru-Modelle Forester 2.0ie, Outback 2.5i, Levorg 2.0i und XV 2.0ie ausgesprochen gut für den Anhängerbetrieb (Forester 2.0ie: Verbrauch (l/100 km) innerorts 7,4; außerorts 6,4; kombiniert 6,7; CO2-Emission (g/km) kombiniert 154; Effizienzklasse B // Outback 2.5i: Verbrauch (l/100 km) innerorts 8,9; außerorts 6,4; kombiniert 7,3; CO2-Emission (g/km) kombiniert 166; Effizienzklasse C // Subaru XV 2.0ie: Verbrauch (l/100 km) innerorts 7,3; außerorts 6,1; kombiniert 6,5; CO2-Emission (g/km) kombiniert 149; Effizienzklasse C/B (Platinum)).“ Besondere Talente in der Modellfamilie, so Kracke, seien dabei natürlich der Outback und der Forester. Beide schleppen Anhängelasten mit bis zu zwei Tonnen.

e⁠-⁠Boxer: Das Gespann-Genie

Subaru-Modelle mit e⁠-⁠Boxer-Techno­logie eignen sich bestens als Zug­fahr­zeuge. Warum? Weil im Hänger­betrieb vor allem Dreh­moment wichtig ist – und davon bietet der unter­stützende Elektro­motor des Mildhybrid-Systems eine ganze Menge. Insbe­sondere beim Anfahren und Rangieren verhilft diese „zweite Luft“ des e⁠-⁠Boxers zu mehr Agilität – und senkt den Verbrauch.

Allrad: ZugTalent hoch vier

Jedes Allradmodell von Subaru wie hier der Levorg ist ein talentiertes Zug­fahrzeug. Denn Fahr­zeuge mit Allrad­antrieb bieten zusätzliche Vorteile im Zug­betrieb. Die Kraft der vier Räder stabilisiert nicht nur das Fahr­verhalten in jeder Situation, in der Regel steigt auch die zulässige Anhänge­last.

Das GEsamtkonzept

Wer schon einmal einen schweren Hänger gezogen hat, weiß, was mit dem gefürchteten „Schlingern“ gemeint ist, einem sich selbst verstärkenden Bewegungseffekt des Hängers, ausgelöst zum Beispiel durch Fahrbahnunebenheiten oder Wind. Ein Subaru lässt sich davon deutlich weniger beeindrucken als andere Fahrzeuge. Der Grund liegt in seinem Antriebskonzept, eigentlich sogar dem konstruktiven Gesamtkonzept, das Subaru-Fahrzeuge seit Jahrzehnten auszeichnet: niedriger Schwerpunkt, symmetrischer Vierrad-Antrieb sowie eine ausgewogene Gewichtsverteilung der Aggregate (Motor / Getriebe) über der Vorderachse. „Hinzu kommt bei den aktuellen Modelljahren des Subaru XV und des Forester eine besonders hohe Karosseriefestigkeit und Verwindungssteifigkeit durch die neue Subaru Global Platform“, ergänzt Jörg Kracke. Und weiter: „Bei vier angetriebenen Rädern verteilt sich die Antriebskraft gleichmäßiger, was die Fahrstabilität sehr positiv beeinflusst. Zudem trägt auch hier die Karosseriefestigkeit merklich zur Spurtreue des Zugfahrzeugs bei.“ Gespann-Profis werden sagen: „Diese Autos haben ein stabiles Heck.“

Allen, die jetzt das Fernweh packt, wünschen wir allzeit gute Fahrt, möge der Weg Ihr Ziel sein. Und für alle anderen: Ihr seid zwar schneller – aber wir haben Urlaub!

Sicher unterwegs

Zu viel Gewicht verrät oft schon die Seiten­ansicht des Gespanns: Ist ein „Knick“ zu sehen, besteht die Gefahr des Auf­schaukelns beziehung­sweise un­kontrollierten Fahr­verhaltens.

Die Beladung des Koffer­raums darf nicht zu schwer sein, da sonst das Heck herunter­gedrückt wird und der Anhänger nicht mehr sicher auf der Kupplung sitzt.

Schwere Teile werden immer in der Nähe der Achsen platziert, um die Fahr­stabilität des Anhängers möglichst wenig zu beein­trächtigen.

An die Länge des Gespanns denken: Brems­weg und Kurven­radius nehmen ebenso zu wie die Angriffs­fläche für Seiten­wind.

Gerät das Gespann ins Schlingern, hilft ein beherzter Tritt auf die Bremse – ruckartige Lenk­manöver sind dagegen zu vermeiden.

Zug-Zahlenspiele

Als Camper muss man sich des Öfteren mit Zahlen und Gewichten beschäftigen: Während die Anhängelast das größte tatsächliche Gewicht eines an das Auto anzukuppelnden Anhängers angibt, verrät die Stützlast jenes Gewicht, das vertikal auf die Anhängezugvorrichtung des Zugfahrzeugs drücken darf (zum Beispiel sind das beim Subaru Forester e⁠-⁠Boxer 75 Kilogramm).

Welche Anhängelast ist erlaubt?

Subaru Forester e⁠-⁠Boxer: 2.070 kg
Subaru XV e⁠-⁠Boxer: 1.400 kg (beide bis 8 % Steigung und mit gebremstem Hänger)
Subaru Outback 2.5i: 2.000 kg
Subaru Levorg 2.0i: 1.500 kg (beide bis 12 % Steigung, gebremst)

Für eine stabile und sparsame Fahrt sollten Caravan-Fahrer auch auf den Reifendruck des Gespanns achten. Die Werte für den Reifendruck des Zugfahrzeugs finden sich auf einem Aufkleber an der B-Säule des Fahrzeugs.

Symmetrie: kraft der Harmonie

Die symmetrische Anordnung des gesamten Antriebs­strangs – vom längs eingebauten Boxer-Motor bis zum Hinterachs­differenzial – wirkt sich besonders positiv aus: Die Symmetrie und die daraus resultierende perfekte Gewichts­verteilung sorgen für ein exzellentes Fahr­verhalten und stabilisieren das gesamte Gespann.

Regeln für Gespanne

Mit der nach 1999 erworbenen Führerscheinklasse B dürfen Sie Pkw und Nutzfahrzeuge fahren, die ein Gesamtgewicht von 3,5 Tonnen nicht übersteigen. Anhänger bis 750 kg Gesamtmasse dürfen zusätzlich angehängt werden. Schwere Anhänger über 750 kg dürfen nur gezogen werden, wenn das Gespann 3,5 Tonnen nicht übersteigt – sonst ist „BE“ nötig.

Mit Fahrerlaubnis BE dürfen Anhänger bis 3,5 Tonnen Gesamtmasse angehängt werden. Für BE fallen Fahrstunden und eine praktische Prüfung an.

Ein Kompromiss – gerade für viele Wohnwagengespanne – ist die Klasse B mit Schlüsselkennzahl 96. Diese berechtigt zum Führen eines Zugfahrzeugs der Klasse B in Kombination mit  Anhängern mit einer zulässigen Gesamtmasse des Anhängers von mehr als 750 kg und einer zulässigen Gesamtmasse der Fahrzeugkombination von mehr als 3.500 kg und nicht mehr als 4.250 kg. Die Ausbildung umfasst eine 150-minütige theoretische Ausbildung in der Fahrschule und eine 4,5-stündige Praxisschulung (jeweils ohne Prüfung). Nach der Ausbildung wird diese durch die Fahrschule bescheinigt und dient der Führerscheinstelle als Grundlage zur Eintragung der Schlüsselzahl 96.

Die erlaubte Höchstgeschwindigkeit mit Anhänger ist 80 km/h. Moderne Anhänger bieten oft auch die Voraussetzung für Tempo 100. Dazu ist zu klären:

  • Ob der Caravan die Tempo-100-Bestimmungen erfüllt, steht in den Fahrzeugpapieren.
  • Das Zugfahrzeug muss mit ABS ausgestattet sein und darf nicht mehr als 3,5 Tonnen Gesamtmasse wiegen.
  • Die Reifen des Caravans dürfen nicht älter als sechs Jahre sein und müssen bis 120 km/h (L) zugelassen sein.
  • Zudem gilt es, bestimmte Masseverhältnisse zwischen Anhänger und Zugfahrzeug einzuhalten. Dabei die gesetzlich zulässige Gesamtmasse des Anhängers zu berechnen, ist ein wenig kompliziert: Beraten kann die nächste TÜV-Station oder Ihr Subaru-Händler.
  • Nicht vergessen: Bescheinigung der Zulassungsstelle einholen und 100 km/h-Plakette am Heck anbringen.

Weitere Details finden Sie unter: www.caravaning-info.de

„Köpfchen“ schlägt „Masse“

Bei Subaru macht's also nicht die „Masse“, sondern eher das „Köpfchen“, sprich die richtige Verteilung der Massen und Kräfte im Auto. Neben dieser konstruktiven Intelligenz verfügen Subaru-Fahrzeuge auch über ausgefeilte elektronische Intelligenz, nämlich Assistenz- und Regelsysteme, die deutlich über das hinausgehen, was ein Durchschnitts-Pkw vorzuweisen hat. Allem voran zu nennen wäre die vollautomatische Gespann-Stabilisierung im neuen Forester e⁠-⁠Boxer, die im Hängerbetrieb aktiviert wird. Das Subaru-Stabilisierungssystem VDC sorgt dann in kritischen Fahrsituationen via Bremseingriff dafür, dass das Gespann jederzeit stabil seiner Spur folgt. Nicht nur im harten Offroad-Einsatz, sondern auch im Hängerbetrieb macht sich das X-Mode-System von Subaru nützlich. Es verteilt die Antriebskraft intelligent auf alle vier Räder, was auf schlecht befestigten oder rutschigen Stellplätzen für erheblich mehr Traktion und Kontrolle sorgt. Unterstützt wird es von einer Berganfahr- und Bergabfahrhilfe. Das wissen natürlich längst nicht nur Camper zu schätzen, sondern etwa auch Yachtbesitzer, die ihren schweren Trailer nicht selten durch tiefen Sand oder über steile und rutschige Rampen manövrieren müssen. Allen, die jetzt das Fernweh packt, wünschen wir allzeit gute Fahrt, möge der Weg Ihr Ziel sein. Und für alle anderen: Ihr seid zwar schneller – aber wir haben Urlaub!Ende des Artikels

Lineartronic: Automatisch entspannt

Alle aktuellen Subaru-Modelle (außer BRZ) sind serienmäßig mit dem stufenlosen Lineartronic-Automatikgetriebe ausgestattet. Gerade ungeübte Gespannfahrer werden es sehr schnell schätzen lernen, denn der Fahrbetrieb ohne Kuppeln und Zugkraftunterbrechung sowie das unkomplizierte Anfahren und Abbremsen etwa im Stadt- und Stauverkehr entspannen die Reise ungemein. Wer dennoch „schalten“ will, kippt den Wahlhebel nach links und schaltet komfortabel per Lenkradwippen mit „plus“ oder „minus“.

Das Glamping-Video­tage­buch von Subaru

Man nehme das gute alte „Camping“, ergänze eine Prise „Glamour“ und schon geht die große Freiheit im Gespann an den Start. Das Kunstwort „Glamping“ bringt den Trend auf den Punkt, alle Freiheiten des Campings zu genießen, ohne auf Komfort und einen gewissen Luxus zu verzichten. Das ist natürlich eine Paraderolle für Subaru als Zugfahrzeug. 2019 ging es daher mit einer Gruppe von Journalisten und Bloggern auf große Glamping-Tour. Mit dabei waren Caravan-Profis ebenso wie Neulinge beim mobilen Urlauben. DRIVE zeigt die interessantesten und unterhaltsamsten Episoden des großen Videotagebuchs von und mit MOTORDIALOG-Moderatorin Anke Seeling.

Episode 1: Los geht’s!

Moderatorin Anke Seeling macht am Vorabend der Glamping-Tour eine Zeitreise in die fünfziger Jahre. Im BaseCamp Hostel in Bonn übernachten sie und die Tour-Teilnehmer in historischen Caravans – ein Muss für echte Campingfans. Vor dem Start der Tour spricht Anke mit Benjamin Brodbeck von AUTOmativ und Bernd Conrad von autonotizen über deren Erwartungen an die Reise mit Zugfahrzeugen von Subaru und Caravans von Fendt.

Episode 2: Entspannt im Gespann – wie kommt das Zugfahrzeug an den Caravan

Ehe es für die Glamping-Tour mit Subaru und Fendt Caravan endlich auf die Straße geht, zeigen Bernd Conrad von autonotizen.de und Benjamin Brodbeck von AUTOmativ der Moderatorin Anke Seeling, wie sie den Fendt Bianco Activ 515 SFD sicher mit ihrem Subaru Outback verbinden.

Episode 3: Komfort, Konnektivität und Sicherheit

Mit dem neuen Subaru Levorg geht es auf die nächste Station der Glamping-Tour 2019. MOTORDIALOG-Moderatorin Anke Seeling begleitet Marcel Sommer von CARAVANING auf dem Streckenabschnitt von Bad Zwischenahn an die Ostsee.

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