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Gekonnt ins Gelände

MIT ALLEN WASSERN GEWASCHEN

Text: Manuel Eder
Fotos: Jörg Schwieder
Ecke
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ca. 14 Minuten

Waldweg oder Laufsteg? Schmutzig oder schick? Unser Subaru macht im Gelände eine ebenso gute Figur wie in Altstadt-Gassen. Um das auf die Probe zu stellen, haben wir in der Lausitz – buchstäblich – ausgetretene Pfade verlassen. Steigen Sie ein! Wir hoffen, Ihre Gummistiefel stehen griffbereit und Sie haben eine Schwäche für: Senf!

Geländefahren ist etwas für Leute mit Geduld und Gefühl“, sagt Fuzzy und gibt erst mal Gas: Mit Gusto und völlig klaglos erklimmt der Forester 2.0ie die 38-Grad-Steigung der Offroad-Rampe und drückt uns dabei ordentlich in den Sitz (Verbrauch (l/100 km) innerorts 7,4; außerorts 6,4; kombiniert 6,7; CO2-Emission (g/km) kombiniert 154; Effizienzklasse B). Es wird nicht das letzte Mal auf dieser etwas ungewöhnlichen Reportagereise gewesen sein, dass wir es mit erstaunlichen Gegensätzen zu tun haben. Abseits ausgetretener Pfade war das Motto dieser Reise: Auf dem kernigen Offroad-Gelände des Lausitzrings haben wir das wörtlich genommen und beim Abstecher ins malerische Bautzen ebenso. Was wir schon jetzt sagen können: Die fünfte Modellgeneration des Subaru Forester macht in Gummistiefeln eine ebenso gute Figur wie als Gentleman in historischen Gassen. Dabei überzeugt auch der e⁠-⁠Boxer-Mildhybrid-Antrieb, dessen integrierter Elektromotor für Rückenwind in Serie sorgt. Aber der Reihe nach: Unser Mann fürs Grobe ist Frank „Fuzzy“ Höhne. Wir treffen uns mit dem Spezialisten fürs Unwegsame auf dem Offroad-Gelände des Lausitzrings. Für den gelernten Kfz-Mechaniker fängt der Spaß dort an, wo die Straße aufhört. Vor Jahren war er als Fahrer sogar eine Zeitlang als Stuntman im Film unterwegs. Von den Gagen kaufte er sich seinen ersten echten Geländewagen, und damit war es um ihn geschehen: Er machte seine Passion zum Beruf als Offroad-Könner. Doch wer jetzt an eine Schlammschlacht in der Lausitz denkt (ja, die gab es auch, aber eigentlich nur für das Foto), der wird vom Profi schnell geerdet: „Beim Geländefahren dreht sich alles um Kraft und Kontrolle“, sagt Fuzzy und meint damit: Draufgänger bleiben eher früher als später stecken. „Geländefahren hat entscheidend mit steter Kraftübertragung zu tun. Wenn der Grip fehlt und die Räder durchdrehen, ist man ganz schnell nicht mehr Fahrer, sondern Passagier. Dabei gilt: so langsam wie möglich und nur so schnell wie nötig.“

„Wo ein Wille ist, ergibt sich der Weg dann schon“,

sagt Gelände-Könner Frank „Fuzzy“ Höhne und lacht. Es kommt schon mal vor, dass er bei speziellen Offroad-Events ein Auto an der Seilwinde an einem Ende des Tals abseilt und am anderen wieder hochzieht, wenn dem kürzesten Weg von A nach B die Topografie im Weg ist. Vom neuen Subaru Forester mit seinem überarbeiteten Geländeprogramm X⁠-⁠Mode ist der Fachmann fürs Abseits angetan: „Das ist kein SUV-Bühnenzauber, der kann wirklich was!“

„Die Faszination beim Offroad-Fahren ist für mich die volle Konzentration auf das Gelände und das Fahrzeug“, sagt Frank Höhne. „Man muss die Strecke lesen und das Fahrzeug spüren, um zu merken, wie es reagiert. Und das alles, ohne einen Schaden anzurichten.“ Hört sich beruhigend an und war wohl auch so gedacht. Schließlich waren wir mit einem fabrikneuen Forester mit e⁠-⁠Boxer in die Lausitz gereist, einem der ersten Fahrzeuge, das in Deutschland zur Premiere des neuen Modells eintraf. „Den brauchen wir zurück – und zwar ohne Kratzer!“, wurde uns bei der Fahrzeugübergabe noch eingeschärft. „Keine Sorge, ein Subaru packt das“, beruhigt uns Fuzzy nun angesichts von Stock und Stein. Mit einer Bodenfreiheit von 220 Millimetern sowie einem Böschungswinkel von 20 Grad vorne und 26 Grad hinten sei der Forester schließlich deutlich mehr als ein modischer Stadtgeländewagen. Und davon abgesehen hat der Forester ja sozusagen auch noch eine Gelände-Geheimwaffe an Bord: „Modernste Geländeassistenten wie der X⁠-⁠Mode von Subaru machen Geländeformationen möglich, die vor ein paar Jahren kaum oder nur für absolute Profis machbar waren“, lobt Fuzzy. Per Knopfdruck koordiniert X⁠-⁠Mode Motor, Getriebe, Allradantrieb, Bremsen und Traktionskontrolle. „Einfach gesagt, merkt das System automatisch, welches Rad gerade Grip hat und welches die Haftung verliert“, erklärt Fuzzy. „Diese Systeme kombinieren den Wechsel von Vortrieb und Abbremsen so perfekt, dass man als Fahrer fast gar nicht mehr merkt, wie das System arbeitet.“ Für die neue Modellgeneration hat Subaru den X⁠-⁠Mode komplett überarbeitet. Nun stehen zwei Fahrmodi zur Wahl, die den Forester für unterschiedliche Anforderungen optimieren.

„Das ist kein SUV-Bühnenzauber, der kann wirklich was!“

Dank Hybridantrieb kann der Forester jetzt auch mit Elektrokraft klettern. Unser Fachmann erklärt: „Die Stärke des Hybrids mit seinem E-Motor ist, dass hohes Drehmoment ohne Verzögerung zur Verfügung steht.“ Hilfreich sei dabei auch das CVT-Getriebe mit seinem sehr direkten Ansprechverhalten. „Zu spüren ist das im unteren Drehzahlbereich. Andere Motoren haben hier zunächst noch keinen Druck aufgebaut – und gehen danach fast mit zu viel Kraft zu Werke. Früher konnte man daher nicht so fein dosieren, musste den Motor höher drehen und hatte dadurch höhere Kräfte am Rad, was dann wiederum schneller zu Schäden führte.“ Heute zieht der X⁠-⁠Mode im Team mit dem e⁠-⁠Boxer den Forester fast wie an einer unsichtbaren Schnur durch das Gelände.

Designpreis für den Subaru Forester

Der „Rat für Formgebung“ hat den neuen Subaru Forester beim „Automotive Brand Contest 2020“ mit der Auszeichnung „Winner“ geehrt. Die interdisziplinär besetzte Jury aus Vertretern der Medien, des Designs, der Markenkommunikation sowie der Hochschulen würdigt damit die fünfte Modellgeneration des Forester nach Kriterien wie Gesamtkonzept, Ästhetik und Funktionalität. Die Bewerbungen für das begehrte Designprädikat sollen aber ausdrücklich auch die Aspekte Langlebigkeit und Nachhaltigkeit berücksichtigen.

Kein Knarzen – HÄrtetest bestanden!

Die Route, die Fuzzy für uns ausgewählt hat, verlangt dem Forester einiges ab. Über lange Bodenwellen taucht der SUV tief ein, um dann wieder emporzuklettern. Tiefe Fahrrinnen gilt es mithilfe der beiden X⁠-⁠Mode-Fahrprogramme ebenso zu meistern wie einen Parcours mit lockerem Sand. Die Königsdisziplin ist die sogenannte Verschränkung. Hier wird das Fahrzeug über ein speziell präpariertes Geländestück geführt, bis ein (oder sogar zwei) Räder in der Luft schweben. Ein Könner wie Frank Höhne kann das Auto so ausbalancieren, dass er für ein schnelles Foto sogar aussteigen kann. Ein echter Härtetest, denn diese Bewährungsprobe sorgt für große Verwindungskräfte in der Karosserie. „Bei manchen Fahrzeugen war in früheren Zeiten das Öffnen der Tür dann schon mal Glückssache“, schmunzelt Fuzzy. Das Chassis war nicht steif genug, Türen oder Fenster haben sich in ihren Rahmen verkantet. Ganz zu schweigen vom Knarzen und Ächzen, mit dem das Fahrzeug seinen Unmut über diese Zumutung kundgetan hat. „Der Subaru macht nicht das kleinste Geräusch, das ist beeindruckend! Wir waren in unserer härtesten Runde mit bis zu vier Passagieren an Bord als Zusatzgewicht unterwegs. Selbst dabei hatten wir nie den Eindruck, dass das Auto in sich arbeitet“, lobt der Offroad-Experte.

Gelände­gänger

Die Böschungswinkel des Forester ermöglichen in Verbindung mit den kurzen Überhängen das Auf- und Abfahren steiler Hänge. Auch der Rampenwinkel ist üppig bemessen. Selbst bei tiefen Fahrspuren oder ungünstigen Geländevorsprüngen setzt der Forester so gut wie nie mit dem Unterboden auf.

Interaktives Bild

Der Modus SNOW/DIRT bewegt das Fahrzeug mit sicherer Traktion über rutschigen Grund wie Schnee, Kies oder Schotter.

Der Modus DEEP SNOW/MUD hilft in tiefem Schnee, Schlamm oder Sand, wenn die Reifen Grip verlieren.

wer das Gelände Beherrscht, hat Reserven

Es sind Fähigkeiten wie diese, die den Forester auch im Alltag so bemerkenswert machen. „Viele SUV-Fahrer schätzen das Fahrverhalten, können aber nicht so genau sagen, woher dieser Eindruck eigentlich kommt“, weiß Frank Höhne und erklärt: „Hier machen sich die Geländereserven bemerkbar. Das Auto fühlt sich auch im Straßenverkehr souverän an, etwa bei Lastwechseln. Viele beschreiben das mit dem guten Gefühl, mit ihrem Fahrzeug satt auf der Straße zu liegen.“ Damit der Forester klettern kann, ist er auch extra robust ausgelegt. Fuzzy nennt gut dimensionierte Querlenker und Stoßdämpfer: „Im Alltag sorgt das nicht nur für ein Plus an Komfort, sondern auch an Haltbarkeit.“

Die fünfte Generation:
der Subaru Forester

Der Subaru Forester startet zu Preisen ab 34.990 Euro* in Verbindung mit dem 110 kW/150 PS starken 2.0ie e⁠-⁠Boxer, der stets an das stufenlose Lineartronic-Automatikgetriebe und den symmetrischen Allradantrieb gekoppelt ist. Das Hybridsystem besteht aus einem Elektromotor mit 12,3 kW (16,7 PS) und einer Lithium-Ionen-Batterie mit 13,5 kW Leistung. Die vier Ausstattungslinien sind Trend, Active und Comfort sowie das Topmodell Platinum.

* Unverbindliche Preisempfehlung der Subaru Deutschland GmbH inkl. 19 % MwSt. (sofern gesetzl. vorgeschrieben), zzgl. Überführungskosten. Individuelle Händlerpreise auf Anfrage.

Wir wollen auch diese Alltagstalente noch selbst erfahren und sehen, wie sich der Forester ohne Gummistiefel macht. Frank Höhne lebt zwar in Berlin, verbringt aber jede freie Minute im „Outback“ – wie er die Region südlich von Berlin nennt. „Wenn ihr ein Ziel sucht, das nicht jedermann sofort auf der Liste hat, fahrt nach Bautzen, das wird euch überraschen.“ Gesagt, getan: Schon von Weitem prägen 15 Türme und Basteien die Silhouette des historischen Bautzen und zeugen von der über tausendjährigen Geschichte der Stadt in der Oberlausitz. Der Forester rollt über Kopfsteinpflaster durch die engen Gassen der mittelalterlichen Altstadt, vorbei an den prächtigen Fassaden, die in altem Glanz strahlen. Der Hybridantrieb macht bei der Stadttour einen besonders guten Eindruck. Bei niedrigen Drehzahlen, häufigem Stop-and-go und elektrischem Rollen für kurze Strecken zeigt sich der Forester von seiner kultivierten Seite.

Stadt an der Spree

Ein kleines bisschen wie die Hauptstadt darf sich Bautzen sogar auch fühlen: dank der Spree! Auf knapp 400 Kilometern schlängelt sich der Fluss von seinen Quellen im Oberlausitzer Bergland auch durch Bautzen, um dann schließlich in Berlin anzukommen. Einen besonderen Schatz an Kultur und Tradition schenkt der Stadt das kleine slawische Volk der Sorben, das seit über 1.000 Jahren in der Ober- und Niederlausitz lebt. Viele Schilder an Straßen und Plätzen sind daher zweisprachig beschriftet, und es gibt in Budyšin, wie Bautzen in sorbischer Sprache heißt, Kindergärten, Schulen und eine Kirchengemeinde, in der die Sprache gepflegt wird.

Und dann auch das noch: senf satt!

Aber der wichtigste Botschafter des charmanten Städtchens ist wohl weniger die blitzblank restaurierte Altstadt, sondern vielmehr: der Senf. Wir staunen nicht schlecht, als wir mit dem Forester am Fleischmarkt Nr. 5 das Bautz'ner Senfmuseum entdecken. Hier gibt es – buchstäblich – Senf satt: Geschichte, Herstellung, Verkostung bis hin zum Senf-Souvenir – seit 1953 zählt der Mittelscharfe aus Bautzen zum kulinarischen Kulturgut des Landes. Mit ordentlichem Senfvorrat im Kofferraum des Forester machen wir uns auf den Rückweg und lassen ihn noch mal auf der Autobahn A4 von der Leine. Der nachgeschärfte Subaru Forester der fünften Modellgeneration? Schmeckt uns!

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