‹ Zurück zum Presseportal
Inhalt
Hinter den Kulissen

Wie das Haus an den Haken kommt

Was macht einen guten Caravan aus? Und was macht Camping zum Erlebnis? Für solche Fragen braucht es Spezialisten. Wie zum Beispiel Hans Frindte, Geschäftsführer von Fendt-Caravan. Ein Besuch im Werk.

Es riecht nach Holz wie in einer (sehr großen) Schreinerei mit sehr vielen Mitarbeitern. Fast einen halben Kilometer misst die Halle mit ihren drei Montagelinien von Fendt-Caravan in Mertingen nahe Donauwörth. Wer die Automobilbranche kennt und daher ein Heer von Robotern erwartet, staunt nicht schlecht. Caravan-Bau ist bei Fendt noch echtes Handwerk. Rund 600 Facharbeiter fertigen hier pro Jahr 9.500 Wohnwagen, Stück für Stück, „Made in Mertingen“.

Manufaktur für mobiles Wohnen

Fertigung in Manufakturqualität mitten in Deutschland? Wir werfen einen Blick in die Näherei, die Polsterei, die Schreinerei, gucken Elektrikern über die Schulter. „Wir haben eine eigene Teppichabteilung, wo wir unsere Bodenbeläge selbst schneiden und ketteln“, erklärt Hans Frindte, Geschäftsführer von Fendt-Caravan. Vom Fahrgestell bis zum fertigen Fahrzeug vergehen rund eineinhalb Arbeitstage. Es entstehen hier fünf Baureihen mit 44 unterschiedlichen Grundrissen – und einer beinahe unendlichen Zahl von Individualisierungs-Möglichkeiten. Handwerkskunst und Qualität, Langlebigkeit und Solidität: Dafür steht Fendt. „Entfeinern“, einsparen oder nur schnell-schnell? „Meine Handwerker wüssten gar nicht, was ich damit von ihnen will“, sagt Frindte und lacht. Und solange Kunden ihre Fendt-Wohnwagen so loben und lieben wie bisher, kommt es ihnen vermutlich auch auf den einen oder anderen Euro nicht an. Frindte: „Wir stecken zum Beispiel viel Aufwand in unser Bettenkonzept für mehr Schlafqualität. Gleiches gilt für den Komfort der Sitzgruppenvarianten mit unterschiedlichen Härtegraden der Sitzpolster.“ Kurz gesagt: „Wir schrauben eben auch mal eine Leiste mehr rein als andere, damit es auch wirklich hält“, sagt Frindte. Dass die Kunden das schätzen, zeigen nicht zuletzt hohe Wiederverkaufspreise gebrauchter Caravans.

Gutes GEspann

Solide, langlebig, verlässlich: Mit diesen Qualitäten wäre doch ein Subaru-Zugfahrzeug ein prima Gespannpartner? Frindte, selbst passionierter Camper, nickt: „Es gibt Pkw, die für ein Wohnwagengespann geeignet sind, und manche, die sind es nicht. Subaru-Pkw würde ich als sehr gut geeignet bezeichnen, weil das Fahrzeug eine stabile Heckpartie hat, die auch mit Lastwechseln und Scherkräften gut zurechtkommt. Und: Der permanente Allradantrieb bei Subaru ist natürlich der Faktor schlechthin, wenn es um die Traktion geht.“

Die Camping-Gretchenfrage

Aber wie sieht es mit der Zunft der Reisemobile aus, dem traditionell härtesten Gegner der Caravan-Fans? Frindte ist argumentativ bestens gerüstet. Beispiel autarkes Wohnen: „Wir haben schon vor fünf Jahren damit begonnen, Kunden, die ein großes Maß an Unabhängigkeit wünschen, mit dafür ausgelegten Modellvarianten und speziellen Optionen diesen Wunsch erfüllen zu können. Heute lässt sich sagen, dass gut ausgerüstete Caravans in puncto Autarkie den Reisemobilen in nichts nachstehen“, sagt Frindte. Sanitärversorgung, Tankgröße, Toilettensysteme, interne Stromversorgung per Akku: Es gibt praktisch keine Unterschiede mehr zwischen Caravans im Gespann und „Wohnautos“, also Reisemobilen. Im Gegenteil: Die Wohnraumausnutzung im Caravan sei besser, alles sei auf einer Ebene – und am Ziel steht (abgekoppelt) wie zu Hause der Pkw für kleine Besorgungsfahrten zur Verfügung. „Nicht ohne Grund ist man in der Regel als Caravan-Reisender sehr schnell der beste Freund der Wohnmobilisten nebenan, die froh sind, wenn sie im Pkw mal auf der Rückbank zum Einkaufen mitfahren dürfen“, bemerkt Frindte.

Die Manufaktur

An den drei Linien im Werk Mertingen werden Wohnwagen zwischen 3,90 und 7,00 Metern (Nutzlänge) in Serien gefertigt, meist nur zwischen 20 und 40 Einheiten vom gleichen Modell. Bis ein Fahrzeug vom reinen Fahrgestell zum fertigen Caravan ausgebaut ist, vergehen in der Regel rund 1,5 Arbeitstage. Pro Tag rollen etwa 50 fertige Wohnwagen vom Band. Pro Jahr kommt Fendt so auf circa 9.500 Wohnwagen. Dafür sorgen rund 600 Mitarbeiter, die Fahrzeuge montieren, im Möbelbau arbeiten oder Polster nähen. Seitenwände und Dächer werden selbst gefertigt, ebenso wie die Sitzecke bis hin zu den Gardinen vor den Fenstern.

Das Fendt-Wohnwagen-Programm 2020 umfasst mit Saphir, Bianco, Tendenza, Opal und Diamant fünf Baureihen, die in Summe 44 verschiedene Grundrisse bieten. Jüngst feierten die insgesamt 750 Mitarbeiter am Stammsitz ihren 250.000sten Wohnwagen. Weitere Infos: fendt-caravan.com

Keine Angst vor dem Gespann

Und wie sieht es mit dem Gespannfahren aus, vor dem so mancher Kunde zurückschreckt? Die Sicherheit von Gespannsystemen habe sich in den letzten 10 bis 15 Jahren gravierend verbessert, sagt Frindte: Kugelkupplung mit Schlingerdämpfung, Automatic Trailer Control (ATC) als Option im Wohnwagen – oder die für Anhängerfahrten optimierten Stabilisierungssysteme im Zugfahrzeug (Gespannstabilisierung). Das alles vermindert das gefürchtete Schlingern oder sorgt bei Notbremsungen und Seitenwind für Stabilität im Gespann. Und: Auch die Fahrwerke der Wohnwagen haben sich deutlich verbessert. Man versucht, den Schwerpunkt tief zu legen und die Räder weit außen zu positionieren. „Bei uns sind Caravans zudem mit Niederquerschnittsreifen ausgestattet. Hinzu kommt eine sehr lange Deichsel an den Fahrzeugen mit entsprechend großer Hebelwirkung nach hinten für eine maximale Fahrstabilität“, beschreibt Frindte.

Des Campers Seele

Er sagt, „den“ klassischen Camper gebe es gar nicht mehr: Heute tummeln sich auf den Campingplätzen Familien, Senioren, Paare, junge Menschen. Der neue Typus „Gelegenheitscamper“ nutze den Caravan im Sommer, fliege im Frühling aber auch mal in die Sonne. Frindte: „Camper sind naturverbunden und wollen individuell reisen: Camping ist in der Tat eine der ganz wenigen Urlaubsformen, bei der man heute noch die Möglichkeit hat, tatsächlich ganz selbstbestimmt unterwegs zu sein. Man kann – vor allem, wenn man ein wenig auf die Saison achtet – einfach losfahren. Wenn es einem nicht gefällt, rollt man am nächsten Tag halt weiter. Das macht den Reiz des Campens aus.“

Das 5.500-Teile-Puzzle

Von wegen Roboter, von wegen Automatisierung und „Made in China“: Hier ist Handwerkskunst gefragt! Alltag bei Fendt-Caravan: Ein riesiges Puzzle aus rund 5.500 Einzelteilen gilt es zu produzieren, zu lagern und schließlich zu montieren, bis aus einem Fahrgestell mit zwei Rädern ein luxuriöses mobiles Ferienzuhause wird. Bis auf das Fahrgestell werden hier praktisch alle Teile selbst gefertigt.

Der Luxus, der mit muss

Individualität ja – Verzicht eher nein. Moderne Caravans bieten Einbauküchen, in denen man sogar backen kann, Platz für Lebensmittelvorräte, das eigene Bett, eine rein private Sanitäreinrichtung. Und noch eines: Tiere sind willkommen! Frindte: „Es wird schwieriger, mit einem Haustier zu reisen und dann ein Hotel zu finden, das Tiere duldet. Viele Campingplätze haben sich darauf eingestellt und bieten spezielle Bereiche für Camper mit Hund. Für die Hundebesitzer geht die Gemeinsamkeit mit dem Tier dann einfach weiter, auch im Urlaub. Das ist für viele ein entscheidender Punkt, auf den Wohnwagen umzusteigen.“

ZUBEHÖR: Fit für die große Freiheit

Viele Details für den Zugbetrieb und die Reise bringen Subaru-Modelle schon in Serie mit. Weiteres Zubehör für die große Fahrt findet sich in den Modell- und Zubehörprospekten. Zum Beispiel der praktische Caravanspiegel-Satz zur Montage an den vorderen Seitenspiegeln. So bleibt das Gespann auch nach hinten immer im Blick. Unverzichtbar ist natürlich auch die Anhängerkupplung, die als starre Version dauerhaft sichtbar ist oder als abnehmbare Lösung den Haken bei Nichtbenutzung verschwinden lässt. Zusammen mit dem ebenfalls notwendigen Elektro-Einbausatz wird Ihr Subaru damit fit als Zugfahrzeug.

Details rund um das passende Zubehör sowie den Einbau kennt Ihr Subaru- Händler, oder klicken Sie gleich mal rein: www.subaru.de/caravaning

Teile diese Story

ABONNIEREN SIE KOSTENFREI IHRE DRIVE!

Die Subaru DRIVE erscheint zweimal im Jahr auch als gedrucktes Magazin. Mit dem kostenfreien Abo erhalten Sie die DRIVE druckfrisch in Ihren Briefkasten.

Jetzt abonnieren
PresseschauHYBRID-TESTFAHRTJetzt lesen