‹ Zurück zum Presseportal
Inhalt
Reportage: Faszination Farbe

Die Farben-Formel Des Lebens

„Plasma Yellow Pearl“ macht den ­den Kompakt-SUV von Subaru zu einem Ausrufezeichen auf der Straße. Doch woher kommen diese starken Emotionen, die Farben in uns auslösen? Wir haben nachgefragt bei Prof. Dr. Axel Buether, der an seinem Lehrstuhl daran arbeitet, die Farben-Formel des Lebens zu entschlüsseln.

Wissen Sie noch, warum Sie heute Morgen vor Ihrem Kleiderschrank die Farbe gewählt haben, die Sie gerade tragen? Oder warum Sie das Textil in dieser Farbe überhaupt gekauft haben? Und bevor Sie jetzt antworten: „Klarer Fall, das ist doch meine Lieblingsfarbe“, lesen Sie lieber noch ein wenig weiter, was Prof. Dr. Axel Buether darüber herausgefunden hat, welche bemerkenswerte Macht Farben darüber haben, wie wir leben und miteinander kommunizieren. An seinem Lehrstuhl für Didaktik der visuellen Kommunikation an der Universität Wuppertal hat er es sich zur Aufgabe gemacht, mit seinen Studierenden die allgegenwärtige Sprache der Farben zu verstehen.

Den Subaru XV gibt es in elf verschiedenen Lackfarben, doch diese drei sind besonders: Plasma Yellow Pearl, Lagoon Blue Pearl und Pure Red.

Farbenwahl per Autopilot

Aber zurück zu Ihrem Kleiderschrank: „Geheimnisvoll wirkt die Macht der Farben deshalb, weil wir die Gründe unserer Entscheidungen fast nie wahrnehmen. Der weitaus größte Teil unserer Erfahrungen bleibt bei der Farbwahrnehmung unbewusst“, sagt Prof. Buether. Genauso wie wir beim Sprechen auch nicht dauernd über die Grammatik nachdenken. Das ist praktisch, kann aber auch ein Problem sein – zum Beispiel, wenn Farben uns manipulieren oder wenn uns dieser Autopilot daran hindert, das volle Potenzial von Farben in unserem privaten, beruflichen oder sozialen Umfeld zu nutzen. Genau darauf will Prof. Buether hinaus: „Deshalb lohnt es sich, etwas mehr theoretisches und praktisches Wissen über Farben zu besitzen.“

Farben als trojanisches Pferd

„Wer für sich die richtigen Farben für den jeweiligen Gebrauchszweck findet, fühlt sich wohler und lebt gesünder, ist wacher, aufmerksamer und leistungsfähiger, denkt und lernt konzentrierter oder kommt schneller zur Ruhe, um nur einige Wirkungen zu nennen. Farbwissen ist Macht und ein Schlüssel zu einem bewussteren und selbstbestimmten Leben“, sagt Prof. Buether. Aber weil uns Farben auch beeinflussen, lassen sie sich auch wie eine Hintertür zu unserem Unbewussten nutzen. „Die Farbe von Geschirr oder Verpackungen kann den wahrgenommenen Geschmack von Lebensmitteln nachweisbar verändern. Grüne Getränke aus gelben Behältnissen schmecken für uns frischer und limoniger. Erdbeermousse schmeckt auf weißen Tellern süßer und fruchtiger als auf schwarzen. Kaffee aus braunen Verpackungen schmeckt stärker, als wenn wir ihn blauen Packungen entnehmen. Rot wirkt wie ein Geschmacksverstärker, der Früchte süßer, Chips würziger schmecken lässt“, weiß Prof. Buether.

Wahrzeichen für Wuppertal

Mit der Junior Uni Wuppertal haben die Architekten von GNA Goedeking Niedworok nicht nur einen Ort des Lernens errichtet, sondern auch Wuppertal ein neues Wahrzeichen geschenkt. So einzigartig wie die Form des Gebäudes ist auch dessen Farbkonzept, erklärt Architekt Hans Christoph Goedeking: „In der Architektur beginnt ein Farbkonzept oft mit einer Grundfarbe, auf die dann Details wie Fenster abgestimmt werden. An der Junior Uni ist das radikal anders – und auch für mich als Architekt war die starke Farbigkeit etwas Besonderes. Ähnlich wie auch eine Lackfarbe den Charakter eines Fahrzeugs unterstreichen kann, ist diese Fassade ein Ausdruck der Seele der Junior Uni: buntes Leben, lebendige Vielfalt, große Neugier und Mut zur Zukunft.“

www.gn-a.de





Ein Zuhause für die Wissbegier

Seit knapp zehn Jahren ist das prägnante Gebäude der Wuppertaler Junior Uni das Zuhause für den Entdeckergeist junger Menschen zwischen vier und 20 Jahren. „Kein Talent darf verloren gehen“ – damit bringt Geschäftsführerin Dr. Annika Spathmann die Mission auf den Punkt und ergänzt: „Mit unseren vielfältigen Kursen machen wir Kinder und Jugendliche unabhängig von ihrer sozialen Herkunft Lust auf Wissen – und stark für den Einstieg in Studium und Beruf.“ Kleine Gruppen und Dozenten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Schule schaffen so einen einzigartigen Lernort – und das nicht nur vor Ort, sondern dank vielen Online-Kursen auch für das ganze Land: Ein Blick in das Kursprogramm lohnt sich!

www.junioruni-wuppertal.de

Guten appetit in der Farbenküche

Eben weil Farben – etwa bei der Kleidung – ein so starker Botschafter sind, gehen viele auf Nummer sicher. Prof. Buether will diese Bedenken nehmen und nimmt uns mit in die Küche, seine Farbenküche, um genau zu sein. „Jedes Farbkonzept braucht eine Basis, wie gutes Essen. Bei der Auswahl der Zutaten, also der Farben, können Sie Ihrem Bauchgefühl vertrauen. Beginnen Sie daher mit der Farbe, die Sie unbedingt dabeihaben wollen. Alle weiteren Farben sollten Sie so auswählen, dass sie das Grundthema stärken. Wählen Sie so wenige Farben wie möglich, doch achten Sie bei jedem Ton auf die Qualität. Starke Farben wirken wie Gewürze. Fangen Sie mit einer möglichst geringen Farbsättigung an, die Sie allmählich steigern, bis der Farbton Ihrem Geschmack entspricht. Auch Wechselwirkungen lassen sich bewusst einsetzen: Jeder Farbton stärkt bei der benachbarten Farbe seine Gegenfarbe. Wenn wir uns für ein weißes Hemd entscheiden, wirkt die Gesichtsfarbe etwas dunkler, Schwarz führt hingegen zu einer Aufhellung. Streichen Sie eine Wand im Zimmer dunkelblau oder dunkelrot, dann hellen Sie damit alle anderen Flächen auf.“

Lebensgefühl hat eine Farbe

Erinnern Sie sich noch an die gute alte Zeit? Vielleicht denken Sie jetzt an Lindgrün der 60er, Karamellbraun in den 70ern oder quietschiges Neonpink der 80er. Jedes Jahrzehnt hat seine Farben, die von Lebensgefühl und Zeitgeist zeugen, sagt Prof. Buether. Der Blick zurück auf die Autofarben ist kurios.

Rot

1992

Im Jahr 1992 war fast jedes dritte neue Auto rot – ein Rekord! Einen höheren Anteil gab es in 40 Jahren Statistik nie wieder. Übrigens: Rot steht auf Platz drei der Lieblingsfarben der Deutschen und für Frauen sogar auf Platz 1 der Wunschautofarbe.

Grün

1996

Zwar musste sich Grün im Jahr 1996 mit etwa 20 % der Farbe Blau mit 23 % knapp geschlagen geben, historisch war dieses Jahr aber dennoch: Seit 1982 waren nie mehr Autos grün als in diesem Jahr. Grün-Rekord!

Blau

1998

1998 übertraf Blau alle anderen Farben bei den Neuzulassungen. Dabei ist das eigentlich auch die Lieblingsfarbe der Deutschen mit 19 %.

Und heute? Grau, Schwarz, Weiß

Bunt sind die 10er- und 20er-Jahre unseres Jahrtausends nicht gerade, zumindest auf den Straßen: Rot und Blau pendeln sich bei unter 10 % ein, alle anderen Farben führt die Statistik sogar nur noch als „Sonstige“.

Interaktives Bild

Die Lackfarben Grau (30 %), Schwarz (24 %) und Weiß (21 %) dominieren im Jahr 2020

Blau nur noch knapp 10 %, Rot knapp 6 % und alle anderen etwas über 5 %

Bunte 80er und 90er: Farbfest für Autos in Rot, Blau und Grün (hier nicht eingezeichnet)

Autofarben: Kraftfahrtbundesamt 1982 bis 2020; Lieblingsfarben und Lieblingsautofarben: Umfrage Riquesta/Dt. Lackinstitut, 2016

Die Sache mit der Lieblingsfarbe

Wenn es nach den Lieblingsfarben der Deutschen ginge, wäre nicht nur eine Fußgängerzone bunter, sondern auch die Parkplätze: Die Lieblingsfarbe ist Blau (19 %), gefolgt von Grün (14 %) und Rot (13 %). Bei Autos würden sich 16 % der Männer (theoretisch) für Blau entscheiden, bei Frauen ist es Rot mit 18 %. Doch warum verlässt uns bei unserem Kleiderschrank oder beim Autohändler der Mut? „Das liegt an einer weiteren Eigenheit von Farben, nämlich dass ihnen besondere Charaktereigenschaften zugeschrieben werden. Wer sich abstrakt befragt nach seiner Lieblingsfarbe äußert, will eher die eigene Persönlichkeit in einem bestimmten Licht zeigen und nennt die dazu passende Farbe“, erklärt Prof. Buether.

Farben bewegen uns

Autofarben sind auch deshalb so ein interessanter Teilbereich für Prof. Buether, weil Fahrzeuge viel damit zu tun haben, welche sozialen Botschaften man mit einem Modell oder einer Marke sendet. Und Autolacke sind mit enormem Aufwand darauf getrimmt, ihre Farbe bestmöglich zu präsentieren. „Wir berühren Farben gerne mit unseren Augen“, erklärt Prof. Buether. „Autolacke kommen diesem Wunsch entgegen, indem sie ihrer jeweiligen Farbe mit aufwendiger Veredelung Tiefe und Glanz geben. Hier werden keine Mühen gescheut, etwa durch das Aufbringen von zahlreichen Schichten und Lackierungen oder immer ausgefeilteren Metallic-Effekten.“

Farbenfreudig

Dass Subaru-Fahrer mit der Wahl ihrer Marke gerne individuell unterwegs sind, liegt auf der Hand. Aber mit einem Blick auf die Farbwahl wird es jetzt sozusagen amtlich: Subaru-Fahrer gehen ihren eigenen Weg, das zeigt die Statistik des Kraftfahrtbundesamts.

Die Zahlen zeigen die Farbwahl aller in Deutschland zugelassenen Neuwagen im Jahr 2020 im Vergleich zur Farbwahl, die Subaru-Fahrer getroffen haben. Nur bei der Farbe „Grau“ sind sich die Subaru-Fahrer in etwa mit allen anderen Autokäufern einig (etwa 30 %). Wenn es aber um kräftige Farben geht, haben Kunden der japanischen Marke ihren eigenen Kopf und zeigen Mut zur Farbe!

Der Subaru XV auf den Punkt

„Autofarben könnten so viel mehr über uns aussagen oder anderen Menschen mitteilen“, sagt er und illustriert das an der Farbe „Plasma Yellow Pearl“ des Subaru XV. „Gelb ist eine sehr mächtige Farbe: Das ist ein Farbton, der uns Wärme vermittelt, uns fröhlich macht, Optimismus verbreitet. Aber Gelb ist auch ein wenig die Diva unter den Farben. Man muss einen Gelbton gut treffen, um die richtige Aussage zu treffen. Wenn das gelingt, vermittelt Gelb den Eindruck von Gesundheit, Dynamik und Lebensfreude. Hier funktioniert das gut, denn der Farbton ist jung und dynamisch. Der gewisse Grünanteil der Farbe lässt den Gelbton frisch wirken und erinnert an die Natur“, sagt Prof. Buether. Damit ist für ihn ein weiteres Kriterium erfüllt: Farbe und Form passen gut zusammen. Der Outdoor- und Offroad-Aspekt wird durch die Farbe verstärkt und umgekehrt. Farbe und Formensprache erzählen vom Draußensein, von Freizeit und einem Schuss Wildheit und bringen so den Charakter des Fahrzeugs auf den Punkt.“

Mehr Mut zur Farbe

Wer Prof. Buether zuhört, bekommt Lust darauf, in der Farbenküche des Lebens sein eigenes Rezept zu finden. Ein bisschen weniger „Nummer sicher“ im Kleiderschrank, ein bisschen mehr Wissen rund um die Farbwelt, die uns umgibt. „Ich würde mich freuen, mehr Farbe in unserem Alltag zu sehen – und nicht nur auf Autos. Ich wünsche uns allen mehr Mut zur Farbe in allen Bereichen unseres Lebens.“Ende des Artikels

Teile diese Story

Abonnieren Sie jetzt Ihre DRIVE frei Haus!

Die Subaru DRIVE erscheint zweimal im Jahr auch druckfrisch als Magazin. Mit Ihrer DRIVE im Abonnement erhalten Sie die aktuellsten Informationen und unterhaltsame Reportagen rund um die Marke auch frei Haus in Ihren Postkasten: Klicken Sie einfach auf diesen Link, um Ihr persönliches Abo für das DRIVE Magazin abzuschließen – natürlich kostenfrei!

Jetzt abonnieren
An die SpitzeKletterkünstler unter sichJetzt lesen
INFORMATION ÜBER VERBRAUCH, CO2-EMISSIONEN UND EFFIZIENZ

Subaru XV 2.0ie Kraftstoffverbrauch (l/100 km) innerorts 7,3; außerorts 6,1; kombiniert 6,5; CO2-Emission (g/km) kombiniert 149; Effizienzklasse C/B (Platinum)

Alle Informationen über Kraftstoffverbrauch und CO2-Emissionen gemäß Richtlinie 1999/94/EG. Weitere Informationen zum offiziellen Kraftstoffverbrauch und zu den offiziellen spezifischen CO2-Emissionen neuer Personenkraftwagen können dem „Leitfaden über den Kraftstoffverbrauch, die CO2-Emissionen und den Stromverbrauch neuer Personenkraftwagen“ entnommen werden, der an allen Verkaufsstellen und bei der Deutschen Automobil Treuhand GmbH, Hellmuth-Hirth-Straße 1, 73760 Ostfildern (www.dat.de), unentgeltlich erhältlich ist.