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TRIATHLON

Halbe Sachen?
Nicht mit Hannah!

Text: Manuel Eder
Fotos: Jemma Wells
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ca. 10 Minuten

Schwimmen, Radfahren, Laufen, und das neun Stunden lang, am Stück und ohne Pause. Willkommen in der Welt von Hannah Wells – Dr. Wells, um genau zu sein, denn die Subaru-Markenbotschafterin gewann nicht nur jüngst den „Ironman New Zealand“, sondern hat auch noch in Biotechnologie promoviert. Halbe Sachen? Das ist nicht das Ding von Hannah!

Bis an die Grenzen und noch ein Stückchen weiter: Triathlon treibt Ausdauersport auf die Spitze, vor allem auf der langen Distanz, der Königsklasse des Sports. Doch Wettbewerbe sind für Hannah die Highlights – der Alltag ist: Training, Training und noch mal Training.

„Mach, was du liebst, dann bist du gut darin.“ So schlicht und ermutigend hört sich das Erfolgsrezept einer Profisportlerin an, die zur Doktorin in Biotechnologie promovierte und zugleich nicht nur in einer, sondern in drei Disziplinen glänzt. Höchstleistung braucht es nämlich beim Schwimmen, Radfahren und Laufen, um im Triathlon Siege feiern zu können. Der neuseeländischen Sportlerin Hannah Wells ist die Leidenschaft anzumerken, mit der sie immer wieder an die eigenen Grenzen geht. Nur das mit dem „Vorbild“ lässt sie gar nicht so recht gelten. Denn nicht jeder kann oder will ja gleich professionellen Triathlon machen, aber das muss ja auch gar nicht sein, sagt Hannah: „Das Ziel im Leben ist nicht absolute Perfektion, sondern sein Bestes zu geben und den Weg dorthin zu genießen.“ Genau dazu will Hannah Wells mit ihren Erfolgen inspirieren.

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Perfektion ist gut, solange das Streben danach nicht blockiert.

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Mit dieser Philosophie schwimmt, läuft und fährt die 30-jährige Athletin von einem Sieg zum nächsten. Nach ihrer Promotion 2017 und einer Zeit als Postdoktorandin beschloss Hannah, sich jetzt nur noch auf ihre Sportkarriere zu konzentrieren. Die Jahre mit Doppelbelastung im Dreifachsport waren nicht einfach. Karriere, Familie, Sport (und auch noch ein bisschen Freizeit) unter einen Hut zu bringen, ist eine echte Herausforderung. Verständnis von Familie und Freunden hilft – aber auch eine gutes Maß Entspanntheit bei allem Ehrgeiz und Erfolgswillen: „In manchen Phasen fühlt sich das Leben so an, als ob man viel zu viele Bälle in der Luft jongliert. Es hilft dann nichts, sich einen Kopf zu machen, wenn man dieses oder jenes nicht schafft – zum Beispiel eine geplante Trainingseinheit. Man kann nicht immer perfekt sein, deswegen versuche ich es gar nicht erst.“

Eiserner Wille:
Hannahs Triumph

Die Liste der Erfolge von Hannah Wells bei Triathlon-Wett­bewerben über verschiedene Distanzen zählt seit 2017 nicht weniger als 23 Platzierungen unter den ersten drei. Aber dieser eine Sieg im März 2021 stiehlt allen bisherigen Erfolgen die Schau: Zum ersten Mal überhaupt hat sie einen Triathlon in der Ironman-Distanz absolviert – und gefeiert von Freunden und Familie den Sieg nach Hause geholt. Die Subaru-Markenbotschafterin darf den Sieg beim Ironman New Zealand in einer Zeit von 9:01:49 als bislang größten Triumph verbuchen.

Mehr zu Hannah Wells: hannahwellsathlete.wordpress.com
oder auf Instagram: dr_hannah_wells

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Ein Sieg wird zuerst im Kopf errungen, dann mit den Beinen.

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Kopf und Körper – für Erfolg braucht es beides, sagt Hannah Wells. Was für alle Spitzensportler gilt, das zählt für Triathleten vielleicht sogar noch ein bisschen mehr: „Die mentale Seite des Sports ist kaum zu überschätzen und hat eine mindestens ebenso große Bedeutung wie die körperliche Fitness“, sagt sie. Dazu zählen für sie nicht nur klassische Sportler-Eigenschaften wie Erfolgswille und Motivation, sondern auch Eigenschaften, mit denen man auch im Büro oder in einem Konferenzraum eine gute Figur machen würde: „An sich selbst zu glauben, ist der Anfang von allem – ich versuche, in jedes Rennen mit einer positiven Grundeinstellung zu gehen. Zum Handwerk zählt daher neben Ausrüstung, Fitness und guter Ausführungstechnik in allen Sportarten auch eine ganz bewusste mentale Vorbereitung vor jedem Rennen. „Wenn ich an der Startlinie stehe, weiß ich dann, dass ich niemals aufgeben werde“, sagt Hannah.

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Triathleten sind eine ein­ge­schworene Familie. Man kennt sich, trainiert – und konkurriert.

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Aber warum eigentlich ausgerechnet Triathlon? Zumal Hannah Wells eigentlich ihre Sportkarriere mit Teamsportarten wie Volleyball begann, um dann auf Triathlon umzusteigen. „Teamgeist kann eine ganz großartige Sache sein, aber eine Solosportart wie Triathlon zu betreiben, bietet auch sehr viel Freiheit, wann und wo man seinen Sport betreibt. Zumal Triathleten auch eine eingeschworene Gemeinde sind. Man kennt sich, trifft sich, trainiert und konkurriert – das verleiht dem Triathlon auch einen gewissen Teamgeist.“

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Ich habe das Meer und die Küste vor der Haustür – Seen und Wälder sind in Subaru-Distanz.

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Aber ein weiterer Aspekt war fast noch wichtiger für Hannah Wells: die intensive Bewegung in den Elementen der grandiosen Natur Neuseelands. „Die Natur tut dem Körper und der Seele gut – und mich in der Natur zu bewegen, ist eigentlich das, was mich beim Triathlon hält“, sagt sie. Die ursprüngliche Natur am anderen Ende der Welt ist die Bühne für ihren Sport. Und was für eine! Ob Hannah wohl manchmal einem Hobbit („Der Herr der Ringe“) oder einem japanischen Krieger („Der letzte Samurai“) über den Weg läuft? „King Kong“ sieht sie dann hoffentlich nur aus der Ferne. Die Oscar-reife Kinokarriere Neuseelands als Drehort für berühmte Filme lässt vom Traumziel schwärmen. Hannah ist sich dessen bewusst: „Die Natur meiner Heimat jeden Tag so erleben zu dürfen, macht mich glücklich und ich bin sehr dankbar dafür.“ Die Jahreszeiten eingeschlossen? „Na ja“, lacht Hannah, „das Training im Sommer bevorzuge ich natürlich schon, vor allem fürs Radfahren – aber gelaufen wird bei Wind und Wetter.“ Hannah Wells schont sich nicht im Wasser, auf Turnschuhen und auf zwei Rädern – und das Gleiche erwartet sie auch von ihrem Subaru XV.

Schwimmen, fahren, laufen

Die unglaubliche Dreifach­sportart

Triathlon ist ein Kraftakt für Körper und Geist und ein Kampf gegen die Zeit: Eine festgelegte Strecke muss dabei im Wasser, auf dem Rad und laufend so schnell wie möglich zurück­gelegt werden, und zwar immer in dieser Reihenfolge. Vom Startschuss bis zur Ziellinie tickt die Uhr, also auch beim Wechsel der Sportausrüstung.

Nicht nur eine, sondern drei Sportarten in der Ausführungstechnik zu beherrschen, ist bereits eine Heraus­forderung. Der blitz­schnelle Wechsel der Sportart unter Zei­tdruck ist mental, für den Kreislauf und die Muskulatur eine zusätzliche Spitzen­leistung.

Triathlon gibt es über viele verschiedene Längen, von der Junioren-Strecke über Olympische Distanz bis hin zur unglaublichen Langdistanz. Als die Königsklasse gilt hier der „Ironman“, der jährlich unter anderem auf Hawaii stattfindet und die Triathlon-Welt­meister­schaft ist. Dabei gilt es, 3,8 km zu schwimmen, 180 km auf dem Rad zu meistern und zum Abschluss noch einen kompletten Marathon zu laufen (42 km).

Und wie schnell ist das überhaupt zu schaffen? Weltrekord-Listen lassen sich kaum führen, weil Wetter, Wasserströmungen und Höhenmeter großen Einfluss haben. Eindrucksvoll sind aber Bestzeiten-Listen: Zeiten um acht Stunden gelten bei den Herren als Spitzenleistung, die Besten der Besten unterbieten das je nach Bedingungen um bis zu eine halbe Stunde. Athletinnen liegen bei neun bis 8 Stunden 45 Minuten in der Top-Liga.

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Spitzensport ist keine Solo-Mission: Es braucht Helfer.

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Rad aufs Dach, Ausrüstung in den Kofferraum, los geht‘s – egal bei welchem Wetter und auf jedem Terrain. „Subaru ist für mich ein wichtiger Möglichmacher für meinen Sport, und das nicht nur hinterm Steuer meines Autos auf dem Weg zum Training oder zu Wettkämpfen, sondern auch, wenn es darum geht, dass ich Triathlon überhaupt in Vollzeit als Sportkarriere verfolgen kann“, sagt Hannah. Und was, wenn es mal nicht läuft? „Sport kann die schönsten Glücksgefühle bescheren, aber jemanden buchstäblich auch durch das Tal der Tränen schicken, etwa bei Verletzungen“, sagt Hannah. „Schattenseiten gehören einfach dazu und es ist wichtig, sich dann daran zu erinnern, dass es vielen anderen ebenso ergeht. Wenn die es schaffen, dann kann ich das auch.“ Und wenn bei aller Disziplin und Zähigkeit gar nichts mehr hilft (oder eine Belohnung fällig ist), dann braucht es die ultimative Maßnahme: eine XL-Portion Pommes und einen richtigen Burger, bitte!


Neun Stunden,
226 Kilometer –
und am Ende
entscheiden Minuten

Das Foto oben zeigt Hannah Wells beim Ironman New Zealand im März 2021. 3,8 Kilometer Schwimmen hat sie hier schon hinter sich, gerade absolviert sie 180 Kilometer auf dem Rad und ein Marathon liegt mit 42 Lauf­kilometern vor ihr. Doch zunächst kämpft sie in diesem Moment mit aller Kraft gegen fünf Minuten Rückstand, die sie nach dem Schwimmen von der Führung trennen. Es wird 180 Kilometer Kampf gegen die Uhr brauchen, doch am Ende gelingt die Aufholjagd: Sie wechselt sogar mit sechs Minuten Vorsprung vom Rad in den Marathon. Nach 226 Kilometern und 9:01 Stunden Strapazen die Erlösung: Platz 1 – mit 14 Minuten Vorsprung vor Platz 2.

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