‹ Zurück zum Presseportal
Inhalt
MIT SPANNUNG ERWARTET

HÄLT, WAS ER VERSPRICHT: DER ERSTE VOLL-
ELEKTRISCHE SUBARU

Text: Manuel Eder
Fotos: Subaru
Ecke
Teile diese Story
LesezeitLesezeit
ca. 10 Minuten

Wer sich ein wenig mit der Modellneuheit beschäftigt, merkt recht schnell, dass es ja eigentlich genau andersherum ist: Nicht die Elektromobilität hat nun bei Subaru Einzug gehalten – sondern die stets größer werdende Welt elektrischer Mobilität hat nun endlich einen Subaru in ihren Reihen.

Vieles am neuen Solterra ist reif für Schlagzeilen – die Modellpremiere des Jahres ist randvoll mit technischen Innovationen, neuen Komfort- und Sicherheitsmerkmalen sowie Extras, die in dieser Form Premiere bei Subaru feiern. Wäre da nicht die Sache mit dem Stecker, würde dieser Artikel vielleicht einsteigen mit der neuen App mit ihren vielen Telematik- und Navigationsfunktionen (Subaru-Premiere) oder dem neuen Navigationssystem mit Live-Daten (neu) oder dem 360-Grad-Kamerabild, das alle Fahrzeugkameras zu einer erstaunlichen Vogelperspektive kombiniert (praktisch beim Rangieren und im Gelände), nicht zu vergessen das adaptive LED-Fahr- und -Abblendlicht und, und, und ...

SPRECHEN WIR ALSO ÜBER DEN STECKER

Die Strom-Sensation im Modellprogramm von Subaru hat aber natürlich Vorfahrt – also sprechen wir über den Stecker, und das zunächst ziemlich wortwörtlich. Selten war bislang in Fahrzeugbesprechungen zu lesen, ob der Einfüllstutzen für den Kraftstoff nun rechts oder links am Fahrzeug positioniert ist. Doch weil bei Stromern alles ein wenig anders ist, wollen wir dieses Detail für den Solterra hier an Ort und Stelle abräumen, und zwar mit dem Geschäftsführer von Subaru Deutschland persönlich (lesen Sie hier sein Interview). Er lobt den Ladeanschluss vorne am Fahrzeug auf der Fahrerseite in guter Griffhöhe. Will heißen: Solterra-Fahrer müssen zunächst nicht rückwärts rangieren bei der treffsicheren Hinfahrt zur Ladesäule und können damit vorwärts erst einmal alles im Blick behalten. Denn vor allem Schnelllader etwa an Autobahnen haben nicht allzu lange Kabel. Das heißt, die Dose muss zum Stecker und nicht umgekehrt. Wem das jetzt schon etwas zu schnell ging: Schnelllader an Autobahnen oder einige Wallboxen zu Hause bringen ihr Kabel schon mit – eingesteckt wird also das bereitgestellte, an einem Ende fest mit der Ladestation verbundene Kabel. Diese kleine Anekdote mag schmunzeln lassen, zeigt aber sehr schön: Ein paar neue Handgriffe braucht es zwar beim Einstieg in die Elektromobilität – aber ebenso schnell stellt sich Routine ein.

Interaktives Bild

Schau mal!
Der neue Subaru Solterra verdient sicher noch einen zweiten, besser noch dritten Blick, um wirklich alle Details der Modellneuheit zu entdecken. Hier ein Blick in den Innenraum mit Sitzen aus veganem Leder, Stoffbezug auf dem Armaturenbrett, Mittelkonsole mit extra viel Stauraum und natürlich das große Zentraldisplay mit 12,3 Zoll (31,2 cm).

Interaktives Bild

Ein stattlicher Auftritt eines Geländegängers, zugleich aber eine betont stromlinienförmige Dachkontur für niedrigen Luftwiderstand mit einem cW-Wert von nur 0,28. Sein Auftritt lässt den Solterra kompakt wirken, in seinen Dimensionen ordnet er sich aber eher bei seinen größeren Modellgeschwistern ein. Seine Abmessungen: 4690 mm Länge, 1860 mm Breite, 1650 mm Höhe.

Solterra-Tacheles

Daher genug vom Kabel, Zeit für Solterra-Tacheles. Der Stromspeicher an Bord hat eine Größe von 71,4 Kilowattstunden (kWh). Nach dem Messverfahren „WLTP“ ergibt das eine Normreichweite des Fahrzeugs von 466 Kilometern für den Solterra in der Ausstattungsvariante „Comfort“ und von 419 Kilometern für die höhere Ausstattungslinie „Platinum“. 416 Kilometer sind es bei der Top-Ausstattung „Platinum plus“. Beim Verbrauch liegt der Solterra – ebenfalls nach WLTP – bei 16,0 kWh pro 100 Kilometer (Comfort) beziehungsweise 17,8 kWh/100 km (Platinum) und 17,9 in der Version „Platinum plus“. Der Akku arbeitet mit Lithium-Ionen-Technologie, sicher verpackt unter dem Fahrzeugboden, was für einen sehr tiefen Schwerpunkt sorgt. Am Schnelllader (Gleichstrom, DC) lädt der Solterra mit bis zu 150 kW. Wenn Wechselstrom (AC) fließt, zum Beispiel zu Hause, sind es 3,7 kW. Das macht schnelles DC-Laden zur Variante für eine Kaffeepause an der Autobahn, während langsameres AC-Laden für das abendliche Ritual nach dem Pendeln oder Einkaufen dient: Stecker rein und über Nacht laden lassen.

WARUM E-AUTO-FAHRER AN DER AMPEL GRINSEN

Wer den Motor im Solterra sucht, muss doppelt hinsehen – schon allein deswegen, weil der Solterra nicht von einem, sondern von zwei Aggregaten angetrieben wird. Beide leisten jeweils 80 kW (109 PS) und liefern ein Drehmoment von je 168,5 Nm. Damit bringt der Solterra insgesamt 160 kW (218 PS) auf die Straße, die mit zusammen 337 Nm für eine Beschleunigung von 0 auf 100 in 6,9 Sekunden sorgen (Stromverbrauch in kWh/100 km kombiniert 16,0 (Comfort), 17,8 (Platinum), 17,9 (Platinum plus); CO2-Emission in g/km kombiniert 0; Effizienzklasse A+++; Reichweite in km max. 466 (Comfort), 419 (Platinum), 416 (Platinum plus)). Allerdings gehen die „elektrischen Pferdestärken“ gefühlt deutlich engagierter ans Werk. Die Beschleunigung des Solterra hat einen eingebauten „Wow-Effekt“. Die Kraft steht so unmittelbar bereit, als würde man das Licht anknipsen. Es gibt keinen graduellen Aufbau, kein Schalten. Das Fahrzeug beschleunigt stets mit gleichbleibender Kraft über die gesamte Leistungskurve. An dieser Stelle hilft übrigens kein noch so gut formulierter Text. Nur eine Probefahrt macht erlebbar, was Elektroautofahrer bei jedem Ampelstart zum Grinsen bringt. Übrigens macht so viel Kraft das Fahrzeug nicht etwa nervös am Gaspedal, im Gegenteil. Eben weil die Kraft so souverän – und stets berechenbar – zur Verfügung steht, entspannt das viele Verkehrssituationen.

UND SONST? JEDE MENGE HIGHTECH!

Wer den Solterra auf seinen – zugegeben faszinierenden – Antrieb reduziert, würde viele weitere Highlights verpassen. So spannend die flüsterleise Elektromobilität auch ist: Lade-Routine stellt sich bald ein und dann zählen wieder klassische Talente und Tugenden eines Fahrzeugs. Hier übernimmt der neue Solterra selbstbewusst die Rolle des technologischen Vorreiters. Ein Rundgang mit einer Auswahl der wichtigsten Neuerungen*, die der neue Solterra – je nach Ausstattungsvariante – an Bord hat.

WILLKOMMEN AN BORD

Im Solterra nehmen die Passagiere auf veganem Leder Platz, einem innovativen und umweltschonenden Material. Gesteuert wird der Solterra mit dem vertrauten Lederlenkrad mit praktischen Multifunktionstasten. Musik tönt in höheren Ausstattungsvarianten aus einem Harman Kardon Premium- Soundsystem mit zehn Lautsprechern und einem Subwoofer. Das Navigationssystem arbeitet online-basiert und mit Echtzeit-Verkehrsdaten und zählt bei Präzision und Datenverfügbarkeit zu den Spitzensystemen, die derzeit erhältlich sind. Hilfreich ist zudem das große Display mit einer Diagonalen von 12,3 Zoll (31,2 cm). Das Navigationsziel kennt der Solterra bereits, wenn die neue App auf dem Smartphone genutzt wurde. Diese hilft bei der Routenplanung und zeigt viele Daten rund um den Fahrzeugzustand. Das Smartphone lädt** in der induktiven Ladeschale.

Gute Fahrt

Grundlegende Fahrzeugfunktionen steuert der Fahrer nicht mehr nur mit Schaltern, sondern auch mit seiner Stimme, dank Sprachsteuerung. Nachts sorgen die LED-Scheinwerfer mit adaptivem Fernlicht für eine optimale Ausleuchtung der Straße.

*Die genannten Ausstattungs-Highlights sind abhängig von der gewählten Ausstattungslinie.
**Induktives Laden nur bei dafür kompatiblen Smartphones

Das Schlauere Bremsen

Die Besonderheit eines Elektromotors ist, dass er sozusagen in beide Richtungen funktioniert. Denn wenn der Motor beim Beschleunigen Energie nutzt, geht das auch umgekehrt. Aus überschüssiger Bewegungsenergie kann ein Elektrofahrzeug Energie zurückgewinnen und speichern. Das Prinzip wird „Rekuperation“ genannt – und der Solterra ist darin Meister. Ein Beispiel: Ein Fahrzeug rollt auf eine rote Ampel zu. Wer jetzt bremst, verwandelt die Bewegungsenergie in Hitze und Abrieb an der Bremsanlage. Der Solterra verlangsamt auch, macht das aber mit Rekuperation, die Strom in den Akku zurückführt. Der Solterra hat fünf Stufen, über die sich die Rekuperation steuern lässt. Vier davon werden mit Schaltwippen am Lenkrad bedient. Im Normalbetrieb steht der Solterra auf „Stufe 2“ – leichte Rekuperation. Die Bremswirkung, die ensteht, wenn man den Fuß vom Gas nimmt, ist also moderat. Je nach Fahrsituation lässt sich die Rekuperation bis auf Stufe 4 steigern. Es gibt sogar noch eine fünfte Stufe, die über eine eigene Taste aktiviert wird. Dann ist die Rekuperation so stark, dass man mit ein bisschen Übung das Bremspedal mit vorausschauender Fahrweise nur noch recht selten nutzt. Dann fährt man sein Elektroauto sozusagen nur noch mit „einem Pedal“ – das berühmte „One-Pedal-Driving“.

Spaß und Sparen per Knopfdruck

Das übt sich schnell und geht sogar noch einfacher, nämlich dann, wenn der Solterra die Arbeit macht. Eigens dafür lässt sich die Modellneuheit mit drei verschiedenen Fahrmodi bewegen. Der Wechsel vom Modus „Normal“ auf „Eco“ mobilisiert Effizienzreserven, etwa bei elektrischen Verbrauchern. Übrigens kann der Solterra auch „segeln“. Während die Rekuperation die Aufgabe hat, das Fahrzeug abzubremsen, kann der Fahrer es in Stufe 1 „segeln“ lassen. Paradebeispiel ist die Autobahn. Hier soll der Solterra über längere Strecken effizient rollen und zwar auch dann, wenn der Fahrer den Fuß vom Gas nimmt. Denn auch den eigenen Schwung zu nutzen, um zu gleiten, kann natürlich sehr effizient sein.

Ein Subaru ist ein Subaru

Selbstredend arbeitet an Bord des Solterra ein permanenter Allradantrieb in Kombination mit dem bewährten X-Mode Allrad-Assistenzsystem. Den vertrauten Tugenden von Subaru kommt der neue Antrieb des Solterra sogar sehr zugute. Die Kraftaufteilung auf zwei Motoren und deren Positionierung direkt auf den Achsen sorgen dafür ebenso wie der niedrige Schwerpunkt, die perfekte Gewichtsverteilung und die optimale Drehmomentverteilung. Weil jede Achse ihre eigene Kraftquelle hat, entfällt auch die Kraftübertragung per Kardanwelle. Das spart Platz und Energieverluste. Doch Offroad-Tauglichkeit braucht noch mehr? Bitte schön! 210 Millimeter Bodenfreiheit ist ein Top-Wert für Elektrofahrzeuge generell und besonders in dieser Klasse. Der Unterboden ist optimal geschützt. Nicht zu vergessen die Rampen- und Böschungswinkel, die für den Offroad-Einsatz gezielt optimiert sind. Oder kurz gesagt: Ja, der Solterra ist auch ein Elektroauto – aber in erster Linie ist der Solterra vor allem eines: ein echter Subaru.Ende des Artikels

Teile diese Story

ABONNIEREN SIE KOSTENFREI IHRE DRIVE!

Die Subaru DRIVE erscheint zweimal im Jahr auch als gedrucktes Magazin. Mit dem kostenfreien Abo erhalten Sie die DRIVE druckfrisch in Ihren Briefkasten.

Jetzt abonnieren
Im Gespräch mit Geschäftsführer Volker DannathAlte Werte, neuer AntriebJetzt lesen