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Ein Subaru als Kommandowagen

Ja, wo brennt’s denn?

Text: Manuel Eder
Fotos: Jörg Schwieder
Ecke
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ca. 12 Minuten

Löschen mit guter Laune ist nicht gerade jeden Tag die Aufgabe der Feuerwehr. Doch so eine Großübung der Jugendfeuerwehr ist ja auch etwas Besonderes. Hier ist die Mission erfüllt, wenn zum Lernen auch das Erlebnis zählt.

Freitag, endlich! Das Wochenende lockt mit blauweißem Himmel und sommerlichen Temperaturen. Die Arbeitswoche verabschiedet sich und gegen 16.30 Uhr darf man sich schon ins verdiente Wochenende hineinfreuen – doch dann: Alarm B4! Brand, groß, Ortschaft Wolfersdorf. Jetzt zählt jede Minute: Im Umkreis von vier Gemeinden alarmieren Funkmelder und Smartphone-Apps jetzt die Menschen, die sich als erste einem Unglück entgegenstellen und auf denen nicht selten die letzte Hoffnung ruht, das Schlimmste abzuwenden. Das Alarmstichwort „Brand“ verheißt nichts Gutes – und je höher die Ziffer, desto größer das Ereignis und desto mehr Technik und Helfer werden aus allen Ecken der Region zusammengerufen.

IN SEKUNDEN VOM ALLTAG IN DEN HELFERMODUS

Wenn die Ehrenamtlichen alles stehen und liegen lassen, um auszurücken, haben sie nur eine ungefähre Vermutung: Vom brennenden Betrieb bis zur Lagerhalle könnte es alles sein – doch sind auch Personen in Gefahr oder trifft es sogar jemanden, den man kennt? Mitten aus dem Beruf oder der Familie gerissen – zu jeder Tages- und Nachtzeit –, hilft jetzt nur noch, im Kopf den Schalter umzulegen vom Alltag in den Helfermodus.

DER ERSTE BRANDSCHADEN: DIE HAUSAUFGABEN

Doch an diesem besonderen Freitag bleiben wohl eher die Hausaufgaben liegen: Denn dieser Großalarm ist eine groß angelegte Gemeinschaftsübung von zwölf Jugendfeuerwehrgruppen des Inspektionsbereichs Bad Kötzting, eines von fünf Regionalabschnitten des Brand- und Katastrophenschutzes im Landkreis Cham im Bayerischen Wald. Geleitet wird dieser Inspektionsbereich von Kreisbrandinspektor Andreas Bergbauer. Er trifft daher ausnahmsweise ganz entspannt schon eine Stunde vor dem Ernstfall am Einsatzort ein – und das Blaulicht auf seinem Feuerwehr-Subaru lässt er nur für das Team der DRIVE auf einem Feldweg kurz aufleuchten. Erst im letzten Jahr übernahm er seinen Subaru Forester dank der großzügigen Unterstützung des örtlichen Subaru-Partners Auto Gogeißl – was alles andere als eine Selbstverständlichkeit ist, doch dazu später mehr.

DAS HANDWERK DES HELFENS

Auch wenn die Aufgabe der groß angelegten Jugendfeuerwehr-Übung diesmal weniger „löschen“, sondern eher „nass machen“ war, haben alle 120 Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Übung die Aufgabenstellung bestens gemeistert. In kürzester Zeit war die Wasserversorgung aufgebaut, um den Stadel eines Bauernhofs fachmännisch unter Wasser zu setzen. Die Jugendlichen zwischen 12 und 18 Jahren – gut erkennbar an ihren Uniformen der Jugendfeuerwehr – beherrschen das Handwerk des Helfens.

JETZT WIRD ERST EINMAL ORDENTLICH GELÖSCHT

Das Interview mit dem Kreisbrandinspektor und seinem Inspektions-Jugendwart muss noch warten. Denn vorher wird erst einmal gelöscht – und das mit voller Konzentration. Denn schon den Mitgliedern der Jugendfeuerwehr im Alter zwischen 12 und 18 Jahren ist klar: Irgendwann tritt der Ernstfall ein, bei dem genau die Routine aus dieser und vielen weiteren Übungen über Menschenleben entscheiden kann. „Von der Alarmierung über die Koordination bis hin zur Ausführung üben wir im Prinzip so auch mit den erwachsenen Mitgliedern der Feuerwehr“, bestätigt Inspektions-Jugendwart Christian Miefanger, während er mit genauem Blick der Übung folgt. Aufgabe war, eine stabile Löschwasserversorgung am angenommenen Brandobjekt einzurichten. Keine leichte Aufgabe, denn von der Löschwasserzisterne des kleinen Ortes zum Brandobjekt galt es, drei Schlauchleitungen zu legen, die bis zu 400 Meter lang querfeldein und durch die halbe Ortschaft führten. Während die einen Teams die Schlauchleitungen legten, übernahmen an deren Ende weitere Gruppen den Löschangriff vom Boden aus sowie von einer eigens aufgebauten Drehleiter auch von oben.

ÜBEN, ÜBEN, ÜBEN – DAMIT EHRENAMTLICHE ZU PROFESSIONELLEN EINSATZKRÄFTEN WERDEN

Zwei Jahre Corona hat viele Treffen verhindert und dem Gemeinschaftssinn in den Vereinen geschadet. „Das Gefühl, sich gemeinsam mit anderen für einen guten Zweck zu engagieren, und natürlich das Erfolgserlebnis einer gemeisterten Übung sind die Basis, auf dem das Ehrenamt nicht nur im Jugendbereich fußt. Die jungen Menschen werden sich noch lange davon erzählen und das in ihre Familien, die Schulen und Ausbildungsplätze hineintragen. Natürlich trainieren wir hier Feuerwehr-Handwerk, aber solche Übungen sind zugleich ein echter Motivationsschub“, weiß Andreas Bergbauer. Doch das Ehrenamt kommt unter Druck. Christian Miefanger weiß, wovon er spricht. Doch er nennt überraschenderweise nicht einmal die allzu verlockende Ablenkung durch Videoplattformen, Gaming oder das große Freizeitangebot als Hauptkonkurrenz, sondern die stetig steigende Belastung der Jugendlichen in ihrem Alltag: „Der Druck ist groß, in immer kürzerer Zeit immer mehr zu leisten in der Schule oder Berufsausbildung. Gerade auf dem Land bedeutet das Pendelwege von nicht selten zwei oder sogar mehr Stunden am Tag, zu Hause wartet dann das Lernpensum. Die Zeit ist knapp für Freizeit oder Sport – und noch knapper für das Ehrenamt.“ Doch wenn die Graswurzeln der Jugendfeuerwehren in der Gemeinde nicht mehr richtig greifen, kommt das ganze System der freiwilligen Feuerwehr landauf, landab aus dem Tritt. „Es dauert Jahre, bis sich die Jugendlichen das erforderliche Wissen angeeignet haben, damit später im aktiven Dienst der freiwilligen Feuerwehr im Ernstfall aus Ehrenamtlichen echte Einsatzkräfte werden“, betont er.

365 TAGE, 24 STUNDEN

Das Prinzip der freiwilligen Feuerwehr ist: Immer einsatzbereit, egal ob mitten in der Nacht oder am freien Wochenende. Das mit dem Berufsalltag und dem Privatleben zu koordinieren, ist eine Daueraufgabe. „Aber nur so kann es funktionieren, vor allem in der ländlichen Region“, sagt Andreas Bergbauer. Wie das zu schaffen ist? „Nur mit Kameradschaft, Gemeinschaftssinn und nicht zu vergessen: mit dem Verständnis und der Unterstützung durch die Familie zu Hause.“

EHRENAMT MIT GROSSER VERANTWORTUNG

Wenn 120 Jugendliche mit einem guten Dutzend Löschfahrzeugen ausrücken, um einen ganzen Bauernhof fachmännisch unter Wasser zu setzen, bringt das natürlich das halbe Dorf als Zaungäste auf die Beine – inklusive nicht weniger als drei Bürgermeistern und der Feuerwehr-Führung des Landkreises. „Jedes ehrenamtliche Engagement ist wichtig – aber das Engagement bei der freiwilligen Feuerwehr spielt eine besondere Rolle für die Gemeinde, aber auch die Wertschätzung durch die Bürger“, sagt Andreas Bergbauer. Er selbst ist schon seit über 35 Jahren bei der Feuerwehr und hat im Alter von 14 Jahren natürlich auch bei der Jugendfeuerwehr angefangen. Im Gespräch mit ihm und seinen Kolleginnen und Kollegen wird klar, mit welcher Hingabe sich alle für das Ehrenamt engagieren, aber auch, mit welchen Problemen zu kämpfen ist.

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Die Einsatztaktik ist heute: Motivation. Wenn Lernen zum Erlebnis wird, haben wir in der Jugendarbeit unser Ziel erreicht. Denn die Jugendfeuerwehr ist das Fundament, auf dem das System der freiwilligen Feuerwehr ruht.

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Kreisbrandinspektor Andreas Bergbauer, Inspektionsbereich Bad Kötzting

DER EINSATZ BEGINNT MIT DER ANFARHT

Der Subaru Forester als Kommandowagen ist ein Glücksfall für den Kreisbrandinspektor. Denn Ehrenamt heißt normalerweise für aktive Feuerwehrmitglieder nicht nur, Freizeit zu investieren, sondern ganz selbstverständlich auch den privaten Pkw zu nutzen, um zur Feuerwache zu fahren – oder im Fall der Kreisbrandinspektoren zum Einsatzort. „Die Freiwillige Feuerwehr in meinem Inspektionsbereich wird schon seit über zehn Jahren vom örtlichen Subaru-Händler Auto Gogeißl unterstützt“, freut er sich. Von der Beklebung bis zur Ausstattung ist dieser Forester ein Einzelstück.

Wer hilft?

Die Rufnummer 112 mobilisiert ein dichtes Netz aus etwa 23.700* Feuerwehren, in denen rund 1,1 Millionen Feuerwehrleute ihren Dienst tun. In den Jugendfeuerwehren lernen etwa 250.000 Mitglieder, davon ist rund ein Drittel weiblich. Zum Nachwuchs zählen auch die 34 Jugendfeuerwehr-Gruppen im Bereich des Kreisbrandinspektors Andreas Bergbauer: „Es ist eine Besonderheit, dass unsere Ortsfeuerwehren jeweils auch eine eigene Jugendgruppe haben – darüber sind wir sehr froh.“

*Die Zahlen (2020) umfassen freiwillige, Berufs- und Werksfeuerwehren. Hintergrundwissen erfährt man z. B. im lesenswerten Grundsatzartikel im „Feuerwehrmagazin“. Bitte klicken sie hier, um den Artikel zu lesen.

FORESTER AUF HILFSMISSION FÜR BAYERN

Mit Funkgerät, Notfallrucksack, Feuerlöscher, Defibrillator und Schutzkleidung an Bord ist der Forester stets einsatzbereit. Für Andreas Bergbauer gehört der Allradantrieb seines Subaru aber eigentlich auch noch in diese Liste der Ausstattung für den Ernstfall, schließlich muss das Kommandofahrzeug immer direkt bis an den Einsatzort – im Schnee ebenso wie querfeldein. Schon kurz nachdem der Forester seinen Dienst im letzten Jahr angetreten hatte, meisterte er gleich eine Herausforderung: Als Kommandofahrzeug wurde er zweimal als Teil der groß angelegten Hochwasserhilfe des Landkreises Cham nach Rheinland-Pfalz geschickt. 30 Fahrzeuge waren damals im Einsatz, unter anderem auch im Ahrtal. 150 Feuerwehrleute meldeten sich dafür freiwillig, um dieses Hilfsangebot Bayerns für die Menschen in den Flutgebieten einzulösen.

Zur Belohnung: Bratwurst und Dank

Den Rauch, der am Ende dieser Übung immer noch aufsteigt, sollten die jungen Feuerwehrmitglieder lieber nicht mit Wasser aus dem C-Strahlrohr löschen, sonst werden die Brötchen nass. Der Bürgermeister der Gemeinde lud die Jugendlichen nach getaner Arbeit noch zur bayerischen Bratwurstsemmel am Gerätehaus ein – dazu gab’s Senf, kalte Getränke und dickes Lob vom Kreisbrandinspektor beim Abschlussgespräch: „Wir sind stolz auf euch, ihr alle habt heute gezeigt, was es heißt, bei der Jugendfeuerwehr im Einsatz zu sein.“Ende des Artikels

MODELLJAHR 2022: NOCH MEHR FORESTER

Der Subaru Forester fährt jetzt im Modelljahr 2022 vor. Zu erkennen ist das Update auf den ersten Blick an der optisch nachgeschärften Frontpartie und den prägnant ausgestellten Radkästen. Das Duo aus 2,0-Liter-Boxer-Benziner und elektrischer Unterstützung arbeitet beim e-Boxer als Mildhybrid-System mit einer Leistung von 110 kW/150 PS (Kraftstoffverbrauch Modelljahr 2020+2022 in l/100 km innerorts 7,4; außerorts 6,4; kombiniert 6,7; CO2-Emission in g/km kombiniert 154; Effizienzklasse B). In Serie mit an Bord: das permanente Allradsystem und das erweiterte X-Mode-Allradsystem, das für eine aktive Drehmomentverteilung sorgt. Feinschliff gab es zudem bei der neuen Stereokamera des komplett überarbeiteten EyeSight-Fahrerassistenzsystems, das nun direkt an der Windschutzscheibe befestigt ist: Das sorgt für einen größeren Arbeitsbereich und zusätzliche Funktionen. Lesen Sie mehr unter: www.subaru.de/modelle/forester

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